Ein Blick zurück

 

Hinhören

 

Was sind die Wurzeln, wo liegt der Ursprung? Was trieb die Gründer an? Man kann die Anfänge der drei Werke kaum treffender zusammenfassen, als es Winrich Scheffbuch und Ernst Vatter als Gründer der Werke in ihrem ersten Brief von Hilfe für Brüder an die Freunde geschrieben haben. Wie kam es dazu? Immer wieder erreichten Pfarrer Winrich Scheffbuch Hilferufe aus Afrika und Asien: Vergesst neben den unentbehrlichen Ernährungs- und Entwicklungsprogrammen nicht, dass Millionen Menschen nach dem Wort Gottes hungern. Ergänzt eure Hilfsaktionen durch neue Anstöße zur Evangelisation und zum Bau lebendiger Gemeinden. Unterstützt uns doch bei den riesigen Aufgaben der Evangelisierung unserer Völker. Hinhören auf die Nöte und Bedürfnisse unserer Mitchristen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Hinhören aber auch darauf, wie sie diesen Bedürfnissen begegnen wollen und sich dann mit ihnen auf den Lösungsweg begeben. Zunächst waren dies Gebet und finanzielle Hilfe.

 

Hinsenden

 

Doch was soll eine Kirche machen, die tatenlos zusehen muss, wenn Mütter bei der Geburt des Kindes sterben, weil weder ein Arzt noch eine geschulte Hebamme zu finden ist? So war es ein logischer Schritt, 1984 Christliche Fachkräfte International zu gründen. Wir freuen uns noch heute über die großartige Möglichkeit, dass Christliche Fachkräfte International 1985 als Entwicklungshilfeorganisation staatlich anerkannt wurde und so bis heute für ausgewählte Projekte Unterstützung bei der Entsendung von Entwicklungshelfern erhalten darf. Ein besonderes Geschenk auf dem gemeinsamen Weg, verbunden mit einem besonderen Auftrag, den einheimischen Partnern zu dienen. Trotz aller Spannungen und Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit über kulturelle Grenzen hinweg, wissen wir heute, dass Entwicklungszusammenarbeit nur dort gelingen kann, wo die Mitarbeiter im Ausland in demütiger Treue und guter Partnerschaft mit den kirchlichen Leitern vor Ort zusammenarbeiten. Nur so kann es gelingen, dass die Arbeit von den Partnern weitergeführt werden kann, wenn die Fachkraft oder ein Mitarbeiter von Co-Workers später wieder zurück nach Deutschland geht.

 

Spuren

 

Es wäre vermessen zu behaupten, dass alle Projekte und jeder personelle Einsatz eine einzige Erfolgsgeschichte sind. Aber doch ist es immer wieder erstaunlich, wie sich die Spuren unserer Mitarbeiter durch Afrika, Asien und Lateinamerika ziehen und welchen Beitrag viele geförderte Projekte auch noch Jahre nach Übergabe in einheimische Hände für die Bevölkerung in den ärmsten Regionen der Welt leisten. Deshalb wollen wir unseren Geschwistern in aller Welt mit den Gaben und Talenten, die uns anvertraut sind, weiter beistehen – im Gebet, im Geben und im Begleiten auf dem gemeinsamen Weg.