„Ich bin Gott so dankbar für die Chance, mein Praktikum hier in Uganda verbracht haben zu dürfen. Die Mädchen, mit denen ich zusammenarbeitete, habe ich ins Herz geschlossen und zu manchen Mitarbeiterinnen entstanden richtige Freundschaften!“


Katharina studiert Soziale Arbeit und verbrachte Anfang des Jahres drei Monate in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, um sich dort einer Projektarbeit über „Wakisa Ministries - Follow up“ zu widmen. Wakisa Ministries ist eine Einrichtung, die sich junger Mädchen annimmt, die als Teenager schwanger wurden. Neben der fürsorglichen Betreuung der jungen Frauen, wertvollen Hilfestellungen in der Kinderziehung und Bibelunterricht werden auch Kurse in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Landwirtschaft, Kochen und dem Schneiderhandwerk angeboten. Ziel der Studienarbeit war es, die Langzeitauswirkungen zu analysieren, die sich bei den jungen Müttern feststellen ließen. Hierzu führte Katharina Interviews mit rund 50 Frauen, stellte Fragen zum Befinden des Kindes, zum weiteren schulischen oder beruflichen Werdegang nach der Geburt, zu Veränderungen, die sich während des Aufenthaltes bei Wakisa Ministries vollzogen sowie zu Entwicklungen in den Folgemonaten und -jahren. Von besonderer Bedeutung war für viele der Mädchen einerseits die wertschätzende Liebe, die ihnen während ihrer Zeit in der Einrichtung durch die Mitarbeiter widerfahren ist, andererseits häufig aber auch eine veränderte und verbesserte Beziehung zu Jesus Christus. Jedoch wünschten sich viele der Frauen für die Zeit nach ihrem Aufenthalt Begleitung und Unterstützung, um im in Uganda oftmals schwierigen Leben als junge Mutter Fuß fassen zu können.

„Nach der Zeit bei Wakisa Ministries mangelt es den jungen Frauen oft an Kapital, um entweder die Schulgebühren zu bezahlen oder ein kleines Geschäft eröffnen zu können. Und wenn die Mütter schon nicht genügend Geld für die eigene Schulbildung und damit später auch keinen ausreichend bezahlten Beruf haben, wie sollen ihre Kinder dann die Schule besuchen können?“, fragte sich Katharina. Doch blieb sie nicht bei der Frage stehen, sondern knüpfte Kontakte zu einer Bank, die Kleinkredite vergibt. Mittlerweile gab es schon erste Gespräche zwischen Bank, der Direktorin von Wakisa Ministries und zahlreichen jungen Müttern. Gespannt folgt Katharina nun aus Deutschland dem weiteren Werdegang des Projekts. Die Chance, mit ihrem Praktikum mehr zu bewegen, als das bloße Verfassen einer Studienarbeit, hat sie definitiv genutzt!