Es war während des Vorbereitungsseminars, etwa drei Wochen vor der Ausreise zum Praktikum nach Laos, als plötzlich die Nachricht des Partners kam: Das Arbeitsvisum wurde nicht genehmigt. Sie würden nochmal mit den Zuständigen bei der Behörde sprechen, aber sie haben wenig Hoffnung.  Ratlos standen wir zusammen. Was nun?

 

Etliche Gespräche, Gebete und E-Mails später stand fest, dass ein Praktikum in dem geplanten Projekt nicht möglich sein würde. Es gäbe aber in einer anderen Provinz in Laos ein ähnliches Projekt. Sie hätten dort schon öfter Praktikanten gehabt, dort sollte das Visum kein Problem sein. Also schrieben wir dem dortigen Teamleiter. Und tatsächlich konnte Steffi ihren geplanten Flug nehmen, um ihr Praktikum in einem Dorfgesundheitsprojekt in Laos zu absolvieren. Es war nicht die erste in einer ganzen Reihe von Gebetserhörungen, die wir während dem Praktikum in einem so spannenden Land wie Laos erleben durften.

 

Steffi studiert im Master Gesundheitspädagogik und staunte nicht schlecht über die katastrophalen hygienischen Bedingungen, die vor allem in den abgelegenen Dörfern zu vielen Krankheiten führen. Gemeinsam mit den einheimischen und europäischen Mitarbeitern fuhr sie in die abgelegenen Dörfer, durfte Teil der Gesundheitsschulungen sein und tiefe Einblicke in das Leben der laotischen Bevölkerung gewinnen.

 

Und erlebte Laos dabei als ein faszinierendes Land, dessen Situation sie manchmal wütend, ärgerlich und traurig machte. Ein Land, dessen Menschen sie faszinierten und deren Lebensumstände sie tief berührten. Und vor allem ein Land, das sie liebt, ins Nachdenken bringt und herausfordert.