In Kibera leben Schätzungen zufolge 1 - 1,5 Millionen Menschen in ärmlichsten Verhältnissen auf engem Raum. Die Strom- und Wasserversorgung ist nur sehr schlecht ausgebaut, Toiletten sind Mangelware und aufgrund der fehlenden Hygiene und schlechten medizinischen Versorgung, brechen immer wieder Infektionskrankheiten aus.

 

TUMAINI Ministries hat sich der Aufklärung und Bildung von jungen Mädchen und Frauen verschrieben. Denn Prostitution und Gewalt gegen Frauen sind an der Tagesordnung in Kibera. Im Alter von 16 Jahren begehen schon 65% der Mädchen in Kibera sexuelle Handlungen, um im Gegenzug etwas zu Essen zu bekommen. Manche starten schon mit sechs Jahren. TUMAINI bietet ein Förderangebot für benachteiligte, gefährdete Mädchen, wodurch diese die Chance bekommen, ihre Gaben und Fähigkeiten zu entdecken und auszuprobieren. Außerdem sollen ihnen alternative Einkommensmöglichkeiten vorgestellt und mit ihnen gemeinsam entwickelt werden.

 

Unter der Anleitung der dort tätigen Entwicklungshelferin von CFI, durfte Annkathrin gemeinsam mit den einheimischen Lehrerinnen die Unterrichtseinheiten vorbereiten, selbst unterrichten und die Mädchen persönlich begleiten. Das Team investiert viel Zeit in die Erstellung von hochwertigem und präzisem Unterrichtsmaterial mit genauen Anweisungen und Erklärungen. So sollen die einheimischen Mitarbeiterinnen langfristig in die Lage versetzen werden, selbstständig und eigenverantwortlich zu unterrichten.

 

Neben diesen alltäglichen Aufgaben führte Annkathrin eine Mini-Studie durch zu der Fragestellung: „Which parameters affect a lifeline of people who were born in a slum?“, in welcher sie zehn Slumbewohner zu ihrem Werdegang und wichtigen Weichen in ihrem Leben befragte. TUMAINI interessiert sich sehr für die Frage, unter welchen Umständen es ‚Kiberianern‘ gelingt, sich „aus dem Slum heraus“ zu arbeiten. Und wollen sie das überhaupt?

 

Annkathrins Interviews waren eine kleine Taschenlampe auf dem Weg zu mehr Licht in dieser Frage. To be continued…