Matthias war für mehrere Monate in Yogyakarta an der Universität „Universitas Kristen Immanuel“ (kurz: UKRIM) und unterstützte den deutschen Ingenieur Daniel Pianka, der über Christliche Fachkräfte International für mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Indonesien arbeitet und dort als Berater für ländliche Entwicklung eingesetzt ist. Während seines Praktikums, in welchem er auch Daten für seine Bachelorarbeit sammelte, entwickelte und optimierte Matthias gemeinsam mit Daniel einen Solartrockner für Lebensmittel.

 

Das Klima Indonesiens ist optimale Voraussetzung für den Reisanbau, dementsprechend viel Reis wird hier auch angebaut und gegessen. Für dessen Trocknung gibt es allerdings noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Üblicherweise werden hier Lebensmittel aller Art einfach auf offener Straße auf Plastikplanen in der Sonne getrocknet und bei Regen abgedeckt. Diese  Art der Trocknung ist nicht nur unhygienisch, sondern dauert auch aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zu lange. Und die angefeuchteten Lebensmittel brauchen nicht lange, um unter der Abdeckung einfach zu vergammeln.   

 

Ein Bauer erzählte Matthias, dass ungefähr ein Viertel seiner geernteten Erdnüsse verrotten. Gut getrocknete Erdnüsse könne er allerdings um den 7-10 fachen Preis verkaufen. Daran wird schnell deutlich, welches Potenzial ein guter Lebensmitteltrockner für die Bauern und damit die Existenz vieler Familien hier haben.

 

Nach einer umfangreichen Recherche zu dem Thema Lebensmitteltrocknung, konnte Matthias sich an die Planung und Konstruktion des Trockners machen. Und am Ende sagen:

 

„Ich fühle mich hier mehr beschenkt an Erlebnissen und Eindrücken, als ich zurückgeben könnte. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass unser Solartrockner bald fertig ist und hoffentlich brauchbare Ergebnisse liefert, damit er den Leuten hier eine echte Hilfe wird.“