Miri studiert Soziale Arbeit und verbrachte drei Monate als Praktikantin auf den Philippinen. Sie lebte und arbeitete in einem Kinderheim für über 150 Kinder. Was ihr Herz drei Monate nach dem Praktikum immer noch bewegt, teilt sie in den folgenden Zeilen mit uns:

 

Drei Monate in einer anderen Welt – im Nachhinein erscheint es mir manchmal wie ein kurzer Traum. Doch gleichzeitig erinnere ich mich deutlich an das Chaos, den Lärm, die Energie, die geballte Kreativität, die unglaublichen Talente und die Freude der über 150 Kinder, mit denen ich Tag für Tag mein Leben teilen durfte. Wenn ich ihre Vergangenheit betrachte, kommen hier viele traurige Geschichten zusammen. Doch diese Kids waren mir ein Vorbild im Hoffen und im Vertrauen darauf, dass Gott gute Pläne hat.

 

Diese Zuversicht konnte ich gut gebrauchen, denn die Fremde, die schwierigen Verhaltensweisen, die harten Schicksale haben mich einige Male an meine Grenzen gebracht. Gerade dadurch durfte ich aber erleben, dass Gott am Ende doch der Gleiche ist, mich nie allein lässt und wirklich gute Pläne hat. Gleichzeitig konnte ich vor allem bei meiner Aufgabe, einzelne Kinder zu betreuen und gezielt zu unterstützen, über ihre Fortschritte staunen – ob es nun beim Lesen lernen oder im Umgang mit Emotionen war.

 

Am Ende habe ich längst nicht alles verstanden, was ich erlebt habe, merke aber deutlich, wie sehr ich durch die Herausforderungen wachsen konnte.

 

Noch immer ermutigt mich das Lieblingslied der Kids: „God‘s not done with you“. Was er wohl als nächste mit mir und mit Dir vorhat?