Vier Monate lang hat Janna als Praktikantin im Kinderheim Gentle Hands auf den Philippinen mitgearbeitet. Sie berichtet von Herausforderungen und Segensspuren in dieser Zeit:

 

Der Entschluss, mein Praxissemester des Studiengangs Soziale Arbeit in der Hauptstadt des Inselstaats zu machen, fiel mir anfangs sehr leicht, doch mit sich näherndem Abflugdatum wurde ich mir immer unsicherer.  Was würde auf mich zukommen? Ich konnte kein Wort der Landessprache und hatte meiner Meinung nach noch zu wenig Erfahrung in meinem Fachgebiet, als dass ich den SozialarbeiterInnen vor Ort eine Hilfe sein könnte.

 

Das war die Frage, die mich am meisten beschäftigte. Doch womit ich nicht gerechnet habe, dass sich alles ineinanderfügen würde, dass Gott schon alles geplant hatte und meine Ängste sich als überwindbar herausstellten. Natürlich gab es einen kleinen Kulturschock und die Sprache spreche ich bis heute nicht mal ansatzweise. Doch die Menschen in meinem Umfeld waren so herzlich und unterstützend, sodass mir die Arbeit von Tag zu Tag mehr Freude machte.

 

Obwohl viele der Bereiche von Sozialer Arbeit für mich neu waren, wurde mir Verantwortung übergeben. Die größte Herausforderung und gleichzeitig die am meisten gesegnete Zeit war eine Arbeit mit Geschwistergruppen, die ich anleiten durfte. Die teilnehmenden Geschwister sollten wieder eine Bindung zueinander aufbauen und es war ein schönes Erlebnis, zu sehen, wie sich teilweise entfremdete Brüder und Schwestern im gemeinsamen Spiel und Reden gegenseitig mehr Beachtung und Aufmerksamkeit schenkten.

 

Ich weiß nicht, inwiefern die Gruppensitzungen längerfristig etwas für die Kinder bewirken konnten, doch zumindest haben sie Möglichkeiten und Tipps mitbekommen, wie sie sich gegenseitig stärken, zuhören und Zeit miteinander verbringen können.

 

Die Zeit bei Gentle Hands war für mich eine enorm fordernde Zeit, weil ich viel Neues lernen musste. Gleichzeitig wurde ich gefördert, durfte fördern und kann somit letztendlich sagen, dass ich unglaublich gesegnet wurde.