Die forstwirtschaftliche Fakultät der USB setzt sich für den Erhalt und Schutz des für unser Klima so bedeutenden Regenwaldes ein. Ziel des Praktikums ist für Niklas die Bestandsaufnahme bzw. „Inventur“ der zugehörigen Waldparzellen. Die vom aussterben bedrohten Baumarten sollen identifiziert werden. Neben der Erhebung kartographischer Daten und der vorhandenen Tierarten sollen umfassende Informationen zur gesamten Vegetation der Parzellen gesammelt werden und so die Wiederaufforstung unterstützt werden. Die Daten, die Niklas während der Zeit im Dschungel sammelt, kann er später für seine Bachelorarbeit verwenden.



Während seine Frau Joanna in Bunia sowohl bei einer örtlichen Krankenkasse (MUSACA) mitarbeitet, als auch die Arbeit der CFI-Mitarbeiterin Kerstin Weiß im Kindergarten unterstützt, ist Niklas oft zwei oder drei Wochen am Stück mit einheimischen Studenten und seinem Vorgesetzten zur Datenerhebung im Dschungel unterwegs.



Die erste Projektwoche im Dschungel ist in vielerlei Hinsicht spannend und herausfordernd: Kommunikationsschwierigkeiten, da außer dem Vorgesetzten alle nur Suaheli oder Stammessprache sprechen, Misstrauen in den „Weißen“ in „ihrem“ Wald und „alle sehen nicht mich, sondern nur das Geld“, eine (Gott sei Dank nur harmlose) Malaria-Erkrankung, dauerndes beobachtet werden, wenig Zeit für sich selbst, stundenlange harte körperliche Arbeit in einem feucht-warmen Klima und eine ungewohnte Esskultur. In der zweiten Dschungelwoche hat sich Niklas bereits an das meiste gewöhnt. Auch das Vertrauen in ihn – den Weißen – wächst stetig.



Der Kongo bleibt eine Herausforderung für Niklas und Joanna, aber ihr hoher Einsatz wird gesehen und wertgeschätzt. Inzwischen dürfen sie zurückblicken auf eine Zeit, die zwar viele Entbehrungen enthielt, in der sie aber auch echte Abenteuer erleben durften. Und gesehen haben: Gott hält uns – auch im Dschungel.