ChanceMent vermittelt weltweit Praktikumsplätze bei christlichen Partnern an Studenten, die sich für ihr Praktikum ins Ausland wagen. So wie Maria, die kürzlich ihr Studium der Sozialen Arbeit abgeschlossen hat und für ihr Berufspraktikum vor einem Jahr auf die Philippinen gereist ist. Sie schreibt, was sie von dieser Zeit mitgenommen hat und warum es sich auszahlt, den Schritt ins Ausland zu gehen.

 

Wenn es darum geht, deine Sachen zu packen und dich auf einen Auslandsaufenthalt einzulassen, fallen dir sicher Argumente ein, warum du lieber zuhause bleiben solltest. So ist es mir auch oft gegangen. Aber ein paar Unsicherheiten lassen sich gut entkräften.

 

Vielleicht denkst Du: „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, das ist doch wie ein Tropfen auf dem heißen Stein!“ – aber:

 

Grund 1: „Bei Gott zählen die kleinen Dinge.“

 

Manchmal fühlt sich die Arbeit mit Menschen an, wie das Meer mit einem Teelöffel auszulöffeln. Besonders in ärmeren Regionen dieser Welt. Sinnlos auf den ersten Blick. Und doch? Hoffnungsvoll. Wie viel mehr wäre möglich, wenn wir alle gemeinsam löffeln würden?

 

Wenn du dich auf einen Auslandsaufenthalt begibst – sei es ein Praktikum oder ein Freiwilligendienst –, stellst du dich zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort. Gott kann dich dort verwenden und wird es auch, wenn du ihn darum fragst. Besonders die kleinen, scheinbar alltäglichen Dinge sind bei Gott kostbar. Auch dein Zuhören, dein Ermutigen.

 

Vielleicht befürchtest du: „Das ist mir alles viel zu fremd, was ist mit den kulturellen Unterschieden?“ – aber:

 

Grund 2: „Glaubensgeschwister von anderswo kennenzulernen, heißt nicht nur Brücken zu bauen, sondern über eine Brücke aufeinander zuzugehen: Jesus.“

 

Immer wieder habe ich Menschen auf den Philippinen kennengelernt und gemerkt, wie viel mehr wir gemeinsam haben, als uns trennt. Auf der Grundlage unseres Glaubens und mit einer Brise Humor konnte ich viele kulturelle Fettnäpfchen ertragen. Ich habe mich immer wieder entschieden, nicht auf das Trennende zu schauen, auch wenn es sich manchmal in den Vordergrund schiebt und auch weh tun kann. Du wirst überrascht sein, wo Gott dir Menschen über den Weg schickt, die dir plötzlich gar nicht mehr so fremd sind.

 

Vielleicht meldet sich die innere Komfortzone: „Das ist mir zu viel Aufwand.“ – aber:

 

Grund 3: „Den Aufwand ist es wert.“

 

Du hast Recht, dass sich ein Auslandsaufenthalt nicht ohne Vorbereitung umsetzen lässt. Ganz ehrlich, gründliche Vorbereitung macht sich bezahlt und kostet natürlich auch Zeit und Kraft. Den Schritt zu wagen und mit Gott ein paar Monate oder ein ganzes Jahr ins Ausland zu gehen, ist den Aufwand wert! Du wirst bereichert, geformt und bekommst einen weiteren Blick.