„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein GOTT, auf den ich hoffe.“ (Psalm 91, 1-2)

 

Wir bei Hilfe für Brüder International kennen es, dass sich Christen aus aller Welt in ihren Notlagen an uns wenden und um Unterstützung und Gebet bitten. Was wir hier in unserer Zeit kaum kennen, ist es, als Land und Kontinent selbst vor Herausforderungen zu stehen und nicht zu wissen, wie es weiter geht.

 

Derzeit befinden sich Deutschland und damit auch wir bei Hilfe für Brüder, Christliche Fachkräfte und Co-Workers International in so einer Situation. Das Corona-Virus hat seinen Weg auch zu uns gefunden und breitet sich weiter aus. Es kommt zu immer mehr Einschränkungen, auch im geistlichen Leben. Jetzt hat uns von den zuständigen Bundesministerien die Aufforderung erreicht, die staatlich geförderten Jugendlichen aus dem Ausland zurückzuholen. In diesen Augenblicken arbeiten unsere Kollegen aus den Freiwilligendiensten an Flugbuchungen, Rückholungen und Krisenbegleitung. Einheimische Partner, unsere Jugendlichen selbst und wir selbst in der Geschäftsstelle versuchen alles, um sichere, gute und für alle machbare Lösungen zu entwickeln.

 

Sicher ist dabei, dass GOTT unsere Zuversicht und Burg ist und bleibt. Auch wenn irdische Sicherheiten wanken und Kirchengebäude geschlossen sind. Instabile Zeiten waren außerdem schon immer Zeiten, in denen Menschen offen für das Evangelium waren. Wir sind deshalb dankbar, wenn Sie mit uns für die aktuelle Situation, für uns als Organisation, für Christen und für Erweckung beten. Vielen Dank, wenn Sie auch für die fast 50 zurückkehrenden Freiwilligen beten, die aus ihrem Einsatz gerissen werden und sich hier wieder einfinden müssen.

 

In diesen Stunden wird diskutiert, was mit den staatlich anerkannten Entwicklungshelfern geschehen wird, viele zeigen an, dass sie unsere Partner im Ausland weiter unterstützen wollen. Die Organisation von Rückreisen, gerade von Familien mit Kindern, gestaltet sich zunehmend schwieriger. Viele Fluglinien stellen ihren Betrieb in den kommenden Tagen nahezu vollständig ein. Wir wollen  niemanden zurücklassen, aber auch das „Steckenbleiben“ auf Umsteigeflughäfen in Entwicklungsländern vermeiden. Zunehmend wird ja auch unsicher, wie lange man überhaupt in die Bundesrepublik per Flugzeug einreisen kann. Bitte begleiten sie uns auch da im Gebet, und in Zeiten ausfallender Gottesdienste wollen wir auch diese Tatsache ehrlich mitgeben: Die jetzigen Krisenlösungen sind teilweise recht teuer, und wir sind jeder Gemeinde dankbar, die uns in diesen Wochen auch dann mit ihren Spenden unterstützt, wenn sie nicht mehr zum Gottesdienst zusammenkommen kann.

 

Bei all dem wollen wir unsere Geschwister bei Hilfe für Brüder International nicht vergessen. Um sie zu unterstützen, arbeiten wir hier in der Geschäftsstelle so lange weiter, wie es uns die Behörden gestatten. In den meisten Ländern gibt es selbst in normalen Zeiten keine ausreichende Nahrungs- und Gesundheitsversorgung. Nicht auszumalen, wie sie von einer solchen Pandemie getroffen werden. Bitte beten Sie also besonders auch für Christen in aller Welt, die mitten in allen Unsicherheiten von Krieg, Hunger und ja, auch von Corona, von ihrer Burg JESUS erzählen.