Problemfall Sudan: Die Rolle des Präsidenten, der wegen Völkermordes im sudanesischen Darfur mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, ist umstritten. Mit harter Hand führt er den nördlichen, muslimisch dominierten Sudan.

 

Und doch wirbt er bei westlichen Politikern erfolgreich um Verständnis, stellt das Land als „Bollwerk gegen den IS“ dar. Im Jemen erledigen sudanesische Söldner das „schmutzige Kriegsgeschäft“ am Boden für die Saudis, die den Luftkampf führen. Christen im Sudan sind in einer misslichen Situation: Etwa eine Million gibt es, die meisten der rund 40 Millionen Einwohner gehören der Staatsreligion, dem Islam, an. Unsere Geschwister werden willkürlich festgenommen und ihre Gemeindegebäude beschlagnahmt, sie sind Bürger „zweiter Klasse“. Große Weltpolitik – da hinein wurden wir um ein paar Nähmaschinen gebeten, um ein christliches Frauenseminar zu ermutigen. Ist das sinnvoll? Es sind unsere Geschwister, deshalb sollten wir helfen.