Sie scheinen wie Vorhöfe zur Hölle, die Gefängnisse in Honduras. Hoffnungslos überbelegt aufgrund von Prozessverzögerungen und fehlender Resozialisierung, die Insassen frustriert. Das sorgt für gefährliche Aggression hinter den Gittern. Regelmäßig eskaliert die Situation.

 

Deshalb wagen sich die Wächter oft auch nicht mehr in das Innere vor. „Wenn ein Tumult ausbricht, musst du es bis zum Tor schaffen. Wir werden dir drinnen nicht helfen“, meint ein Wächter zu einem deutschen Besucher. Das Gefängnis verwaltet sich sozusagen selbst, es gibt eine Hierarchie unter den Häftlingen. Die Frauen werden von bestimmten Insassen „beschützt“. In diese Perspektivlosigkeit kommen Christen, gehen mutig in die Gefängnisse. Sie erzählen von einem GOTT, der alle aufnimmt, die zu IHM zurückkehren. Egal, ob sie wie der „verlorene Sohn“ das Erbe verprasst oder Drogen gedealt haben. DER mit offenen Armen auf sie zu rennt – wie in der biblischen Geschichte. In Glaubenskursen können Interessierte mehr über ein verändertes Leben lernen und sich für IHN entscheiden. Dieses Angebot des Glaubens nehmen immer wieder Häftlinge an, wagen einen Neustart. Und kehren heim zum VATER.