Deutschland ist früh aus der WM ausgeschieden und hat viel zu spät eine Diskussion um die Frage begonnen, was „Integration“ ist. Die Zeit der „Gast-Arbeiter“ ist endgültig vorbei. Aber welche Nationalhymne soll man jetzt singen? Wie viel „Nationalstolz“ ist erlaubt – und wenn ja, auf welches Land eigentlich? Man ahnt – auch für die 0,2 Prozent Christen in der Türkei ist die Frage der Identität riesig.

 

Kann ein „richtiger Türke“ überhaupt Christ werden? Was kann ich als Christ noch mitmachen – in einem Land, in dem Präsident Erdoğan alles wegmacht, was nicht „passt“? Er betitelt Christen immer wieder als „gefährlichen Einfluss aus dem Westen“. Die aktuellen Entwicklungen in der Türkei verheißen nichts Gutes, gerade jetzt, wo die türkische Lira abstürzt. Umso wichtiger ist es, die wenigen evangelischen und evangelikalen Gemeinden im Land zu unterstützen, für sie Räume und Möglichkeiten der Begegnung und Ermutigung zu schaffen. Logisch, dass die Christen in weltlichen Tagungszentren nicht gern gesehen sind. Deshalb soll ein veraltetes Freizeitzentrum nahe Istanbul renoviert werden. Und jetzt kommt die Frage an Sie – helfen Sie bei den türkischen Geschwistern mit?