Kaffee ist nicht nur beim Frühstück das große Thema bei unserem Partner in Kenia. Das Projekt "Crossroads" gibt in der guten Tradition der „Gefährdetenhilfen“ Insassen aus dem Jugendgefängnis "Shikusa Borstal" die Chance, auf einer Kaffeefarm ein neues Leben zu beginnen. Viele der hier betreuten Jugendlichen haben ihren Vater nie kennengelernt, sind früh auf der Straße und dann auch schnell im Konflikt mit dem Gesetz gewesen.

Philipp Schließer hilft hier als Organisationsberater mit, Talente, Selbstvertrauen und den Glauben an GOTT zu wecken und zu stärken. Beim Kaffee- und Zuckerrohranbau, bei der Neuentwicklung einer nachhaltigen Milchwirtschaft gibt es immer wieder Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch über diesen GOTT, der sich als EWIG-VATER vorstellt. DER eine echte Kindschaft anbietet, auch für die verlorenen Söhne aus „Shikusa Borstal“. Die Quarantäne wegen Covid-19 hat auch vor mitdem Gefängnis keinen Halt gemacht. Deshalb war es den Crossroads-Mitarbeitern wichtig, die vielen ausgefallenen Familienbesuche auszugleichen. Denn ohne Besuch gab es auch dort kaum noch Hygieneartikel, Seife und - ja, auch Toilettenpapier wurde dringend gebraucht. Mit einer anderen Corona-Folge hat Tabitha inzwischen viel zu tun: Durch den Ausfall der Schule und des damit verbundenen Schutzes werden viele Mädchen Opfer von sexuellen Übergriffen - manchmal sogar in der eigenen Familie. Es wird wohl viele "Corona-Babys" geben. Und nicht alle werden je erfahren, wer ihr Vater ist. Das Crossroads-Team bot deshalb Mädchen Kurse zum richtigen Verhalten an. Statt 25 kamen 100 Teilnehmerinnen. Fazit: Bei Crossroads gibt es immer etwas zu tun.

Danke, wenn Sie auch diesen Einsatz mittragen.