Silas Besier hat als Bauingenieur bei renommierten Unternehmen in Deutschland gearbeitet. Nun ist er für CFI in Mosambik tätig, baut im Grenzgebiet zu Malawi eine Berufsfachschule auf. „Duale Handwerksausbildung“ könnte eine Lösung für das Riesenproblem zahlloser unqualifizierter Jugendlicher sein, die sich „mehr schlecht als recht“ als Tagelöhner durchschlagen müssen. Silas entwickelt ein neues Curriculum, beschafft mit dem Lehrerteam Ausbildungsmaterial und verwaltet Budgets der ausländischen Geldgeber, die das Schulprojekt unterstützen.

In seiner Freizeit wird er nicht nur immer wieder zum Predigen eingeladen, sondern kickt auch in einer Fußballmannschaft. Da geht es dann um Begegnungen, ums Miteinander. Ums „liebe Geld“ geht es stattdessen manchmal am Grenzübergang: Weil ein wichtiger Stempel fehlte, wurde Silas bei der Auseise nach Malawi aufgefordert, umzukehren und sich diesen Stempel in 600 Kilometern Entfernung (!) zu holen − oder eben einfach einen kleinen Geldbetrag „herüberzureichen“. Silas blieb unbestechlich und kehrte wieder um, weil es auch um Vorbildwirkung geht. Die Stempelbehörde erfuhr von so viel Standhaftigkeit − und sorgt nun dafür, dass Silas zukünftig nur noch gute „Grenzerfahrungen“ macht.