Während viele über Fluchtursachen diskutieren und schlaue Überlegungen anstellen, wie man junge Afrikaner daran hindern könnte, nach Europa zu kommen, packen andere vor Ort einfach an – und schaffen Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Wie Daniel Hemberger in Ruanda, der beim Aufbau eines Ausbildungszentrums in der Shyira Diözese berät. Die anglikanische Kirche möchte ihren Beitrag leisten, damit Jugendliche eine Perspektive im Land entwickeln können. Und so kümmert sich Daniel um Bau- und Planungszeichnungen mit einem CAD-Programm und hilft bei der wichtigen DIN ISO-Zertifizierung der Ausbildungsstätte. Die Jugendlichen haben die Ausbildungen bereits begonnen und erlernen wichtige Fähigkeiten, zum Beispiel für die im Land boomende Tourismusindustrie. Die führenden Hotels legen großen Wert auf Küchenhygiene und das Wissen um internationale Gerichte, weil die Kundschaft längst nicht mehr nur lokal ist – und isst.

Daniel muss in vielem selbst erst noch seinen Platz finden und gleichzeitig Bau- und Arbeitsplätze für andere planen – echt herausfordernd. „Wenn ihr für JESUS lebt und das Reich GOTTES zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird ER euch geben, was ihr jeden Tag braucht.“ (Mt. 6,33). Danke an alle, die für ihn und das Reich GOTTES in diesem vielfältigen „Neu-Land“ beten – denn manche Sachen kann man gar nicht (be-)schreiben.