„Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang. Wahrhaft klug sind alle, die danach tun.“ So heißt es in der Bibel in Psalm 111, und in gewisser Weise gilt das auch für Familie Klug bei ihrem Einsatz am „Emmanuel Teacher Training College“ im malawischen Lilongwe. „Emmanuel“ – „GOTT mit uns“: Das ist ja schnell behauptet und irgendwo proklamiert, aber gar nicht so leicht gelebt. Davon können vor allem die mittlerweile fast 1.000 Absolventen der Lehrerausbildungsstätte der Evangelischen Allianz berichten, die in den vergangenen zwei Jahren selbst in den entlegensten Buschdörfern Schuldienst gemacht haben – oft  ohne dafür das vom Staat versprochene Gehalt zu bekommen. Sie dürfen das gerne mal für sich selbst überlegen: 24 Monate ohne Lohn, aber trotzdem treu jeden Schultag die Türen öffnen, Schulklassen mit 80, manchmal sogar 200 (!) Schülern unterrichten – würden Sie das tun? Nur, „weil Sie Christ sind“? Es wird in diesen Tagen manchmal so abfällig über Afrikaner geredet – dabei muss uns manche GOTTES-Treue einfach nur beschämen, wenn man miterlebt, wie es in unseren deutschen Kirchen und Schulen momentan zugeht.

In Malawi gibt es ganz tapfere Glaubenshelden wie Dennis: Der Dorfschullehrer weint vor Freude, als Raphael mit einer kleinen Delegation kürzlich zur Hospitation kommt. „Endlich, endlich, endlich... seid ihr hier!“, kann er immer wieder nur stammeln. Die Kinder sitzen auf gestampftem Lehm, nicht für alle gibt es Hefte oder Stifte. Es ist ärmlich, zum Weglaufen. Aber Dennis bleibt, weil er am ETTC gelernt hat, dass er ein Diener GOTTES ist. Genau für Menschen „solchen Kalibers“ arbeitet Raphael, schreibt Curricula, wirbt Lehrbeauftragte – und seine Hanna hält ihm dafür den Rücken frei.