Winston Churchill nannte es „die beste schwimmende Bibliothek der Welt“, Ernest Hemingway beschrieb die „Pracht auf dem Wasser“: Das Dampfschiff „Robert Coryndon“, das einst Uganda und Kongo verband, war eine technische Sensation. In Einzelteilen 1929 in England konstruiert, nach Afrika verschifft und auf dem Landweg an den Albertsee gebracht, wurde der Dampfer erst vor Ort fertig montiert. Was für ein Aufwand! 1964 lief er auf Grund und versank teilweise. Jetzt ist kaum noch etwas übrig. Ein „Lost place“ für Wrack-Fotos und letzte Nostalgien.

Uganda heute? Bewegte Zeiten! Im März 2021 sollen Wahlen sein. Präsident Yoweri Museveni (75), seit 34 Jahren an der Macht, will eine sechste Amtszeit antreten. Die Opposition tritt mit einem Popstar an. Viele befürchten Unruhen. Schon jetzt gibt es Demonstrationen, Zusammenstöße, Tote. Da arbeiten und leben unsere Rottmanns, beraten Bauern, begleiten Menschen von Landwirtschaft bis Kinderkirche. Was für ein Aufwand? Wir sind sehr dankbar, dass sie vor sechs Jahren Grünheide bei Berlin verließen, als manche Leute noch nicht mal wussten, was TESLA eigentlich ist. Was ist Zukunft? Dampfschiffe? Elektro-Autos? Am Ende wird es darauf ankommen, dass Menschen JESUS gefunden haben. Uganda mag schwierig sein, aber ein „verlorenes Land“ ist es auf jeden Fall nicht.