Platz 186 von 188 der Länder im Index für menschliche Entwicklung (HDI). Die Terrormiliz Boko Haram immer wieder aktiv. Als Nachbarn das seit Jahren unregierbare Libyen, der Sudan mit der Darfur-Region und die in Dauerkrise befindliche Zentralafrikanische Republik: Dass es im Tschad wenig zu lachen geben könnte, war zu erahnen. Und dass ein einfaches afrikanisches Missionskrankenhaus in der abgelegenen Provinz durchaus große Herausforderungen birgt, das wissen wir nach 30 Jahren Christliche Fachkräfte International.

Aber als sich Micha Lächele aus Laichingen bewarb, wussten alle Beteiligten ganz schnell – er ist der richtige Mann für die medizinische Arbeit in Koyom. Dort wo in den fünfziger Jahren neuseeländische Missionare eine Gesundheitsarbeit begannen, die durch alle  Herausforderungen bis heute fortbesteht und Jahr für Jahr Tausenden Menschen zum Segen wird. Mitten in der Provinz, nahe der Grenze zu Kamerun. Wenn Sie Koyom „googeln“, werden Sie auf der Karte sehen, wie viel „Nichts“ dort ist. Micha schult in diesem „Nichts“ an Bildung den richtigen Umgang mit Arzneimitteln – keine Selbstverständlichkeit in einem Land, in dem Tabletten auf Märkten in der Sonne liegen, bis alle Wirkstoffe entwichen sind. Wenn denn die Medikamente überhaupt gewirkt hätten – und keine billigen Fälschungen sind, die Leben gefährden, wie es in Afrika öfter vorkommt. Micha trainiert mit seinen Kollegen, wie man eine Krankenhaus-Apotheke in guter Ordnung und Impfstoffe kühl hält. Und er besucht die Gesundheitsposten weit draußen in entlegenen Dörfern. Micha lächelt dabei immer wieder, was wichtig ist in aller Einsamkeit, Niedergeschlagenheit und Krankheit, die ihm häufig begegnet. Ja. Lächele, Micha! Lächele!