Bei der Jumiko 2019 sah die Welt für Katharina noch völlig in Ordnung aus. Packen, verabschieden, Ausreise nach Ecuador. Die für Mitarbeiter von CFI üblichen drei Monate Orientierungszeit. Und dann? Ja, dann geht es los mit der Facharbeit. Aber es kam alles ganz anders. Krankheitsnöte mit einer nie ganz ausgeheilten Hand. Kommunikationsprobleme mit einem nie ganz entschiedenen Projektpartner. Da hinein will man – mit all seinen „deutschen Tugenden“ wie Fleiß, Sparsamkeit und Verantwortungsbewusstsein – dann alles geben, alles versuchen, damit „es klappt“.

„Try harder!“ – der amerikanische Ansporn für „Gib mehr!“ traf irgendwie auch auf Katharina zu. Bis sie im Bibelvers aus 2. Mose 14,14 ihren Trost fand: „Der Herr wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein!“ Sie schreibt in einem ihrer Rundbriefe dazu selbst ganz ehrlich: „So manch einen Moment der Verzweiflung habe auch ich in den vergangenen Monaten erlebt. Da war es nicht nur sehr tröstlich, sondern auch tragend und hoffnungsgebend, darauf vertrauen zu können, dass GOTT tatsächlich für mich kämpft.“ Gleichzeitig bestand in eben diesem Vertrauen und ‚Stillsein‘ eine große Herausforderung. Katharina fragt sich: Kämpft Gott tatsächlich für mich? Wird er den Sieg, so wie ich ihn mir wünsche und vorstelle, erringen? Oder: Was bedeutet, ‚still‘ zu sein? Wie lange warte ich ab? Wann sollte ich doch etwas tun?“ Letztlich hat GOTT eingegriffen: Die Hand, an der beim Volleyballspiel schmerzhaft alte Verletzungen aufbrachen und an der sich schon viele Ärzte erfolglos abmühten, wurde geheilt – bei einem Hilfseinsatz in einem weit abgelegenen Dorf. Einfach so. Katharina kann jetzt einige Projektideen umsetzen, Jugendliche betreuen, auch das „geht ihr besser von der Hand“. GOTT sei Dank dafür!