Manche Leute benutzen das Bild von „den Heuschrecken“, mit denen GOTT die Ägypter schlug, für aggressive Investment-Fonds. Doch was für Deutsche nur noch Metaphern aus längst vergangenen Zeiten sind, erleben Peter und Silvia Trosto momentan „live“ direkt vor ihrem Fenster. Eine Heuschreckenplage erschüttert Ostafrika und wird zu erheblichen Ernteverlusten führen. Trostos berichten: „Unsere Gegend ist sehr fruchtbar, in manchen Höhenlagen lönnen wir zweimal im Jahr Äpfel oder Mais ernten. Als wir von riesigen Heuschreckenschwärmen in etwa 100 Kilometern Luftlinie Entfernung hörten, wurde uns schon mulmig. Wie viel vernichtet ein Schwarm pro Tag? Wie schnell kommen sie? Wir informierten uns: Ein Schwarm wandert an einem Tag 100 bis 200 Kilometer!

Am 7. Februar war es soweit: Die Heuschrecken waren bei uns in den Bergen angekommen. Wir beteten intensiv: Was, wenn unsere Arbeit von über einem Jahr in einer Stunde vernichtet wird? Wie können wir uns vorbereiten? Um die Mittagszeit hören wir ein großes Geschrei immer näherkommen – und dann sehen wir die Heuschrecken: eine riesige Invasion! Silvia packt Tücher und Plastikplanen, um Gemüse und Erdbeeren abzudecken. Ich schnappe ein Feuerzeug und rase auf die Felder. Der Mais ist schon braun, reif zur Ernte. Aber was passiert mit den Cassava-Pflanzen, den Bananen, den Mangos …? Der Himmel ist voller fingergroßer Heuschrecken, das Schlagen von Millionen Flügeln ist überall zu hören. Ich versuche, Feuer zu machen. Doch bevor mein Feuer richtig zu lodern beginnt, zieht der Schwarm weiter. GOTT sei Dank dafür!“