Aus Fredersdorf bei Berlin haben sich Stegers aufgemacht, damit Andreas seine Expertise in Wasserwirtschaft bei der christlichen Entwicklungsorganisation „Obades“ in Bolivien einbringen kann. Während wir in Deutschland ja nur den Wasserhahn aufzudrehen brauchen und für wenig Geld supersauberes Trinkwasser bekommen, ist Wasser in anderen Regionen der Welt Luxus.

Auch wenn viele Berggipfel in Bolivien schneebedeckt sind – Wasser ist knapp, für Menschen und erst recht für Tiere und Pflanzen. Das spüren die Menschen in der Projektregion der Cordillera de Cocapata zwischen 3.500 und 4.500 Metern über dem Meer ganz praktisch: Die Bergbauern fahren kärgliche Ernten ein, die Tierhaltung mit Lamas und Alpakas ist schwierig. Die in Spanien recht begehrte Maca-Knolle und erste Anfänge in Forellenzucht geben Hoffnung, aber dafür braucht es eben Wasser. Staudämme sind nicht ohne Risiko, kleine Lagunen machen mehr Sinn – und da berät Andreas, weist auf Gefahren hin, begleitet die kleinen Gruppen von Dorfbewohnern, die oft ohne Bildungsmöglichkeiten aufgewachsen sind.

Wenn Sie dieses Blatt in Händen halten, wird hoffentlich die Wahl in Bolivien friedliche Geschichte sein – als der Artikel entsteht, sind wir besorgt, weil sich wieder einmal politische Unruhen abzeichnen. Die Spannungen zwischen Bolivien und Argentinien, von wo aus der weggeputschte Evo Morales den Wahlkampf seiner Sozialisten führt, wurden stärker. So  stehen Stegers vor mancher Herausforderung, aber auch in einer besonderen Aufgabe: Immer wieder hat GOTT seinen Nachfolgern – im Alten Testament  dem Volk Israel, im Neuen Testament JESU Jüngern – erfrischendes Wasser versprochen. Andreas darf mithelfen, dass dieses Versprechen hoch oben in den Bergen eingelöst wird. Herzlich danken möchten wir allen, die mit ihren Spenden diese Arbeit möglich machen.