Muli bwanji? Ndikuphunzira Chichewa. (Hallo, wie geht’s? Ich lerne Chichewa.) Einmal wöchentlich habe ich meinen Chichewa-Unterricht mit Prisca, einer Lehrerin an unserer Schule.


Einen festen Termin haben wir aber nicht so wirklich. Offiziell ist es inzwischen glaube ich Donnerstag gegen 17 Uhr, allerdings kann es passieren, dass ich vorbei komme und klopfe und es ist niemand zu Hause. Oder Prisca ist zwar da, hat mir aber vergessen zu sagen, dass sie in 10 Minuten gehen muss. Von daher sind unsere Unterrichtsstunden sehr flexibel und manchmal komme ich auch einfach spontan an einem anderem Tag nach der Schule mit zu ihr nach Hause. Dann wird gar nicht gefragt, sondern selbstverständlich für mich mit gekocht und zwischen Reden, Singen und Kochen noch Chichewa gelernt. Es kann auch immer passieren, dass Freunde unangemeldet vorbei schauen. Dann legen wir das Lernzeug zur Seite und reden ein bisschen mit ihnen. Einfach weggeschickt werden Besucher hier in Malawi in der Regel nicht.

Ich brauche Chichewa in meinem Alltag nicht wirklich, aber es ist schön einen Eindruck in die Sprache zu gewinnen und so die Kultur noch mal ganz anderes kennen zu lernen. Die Begrüßungsformen sind den Menschen hier sehr wichtig und wenn man die kann finden die meisten Leute schon, dass man sehr gutes Chichewa spricht… ;) Was im Deutschen einzelne Wörter sind, wird in Chichewa zu einem langem Wort zusammengefasst. „Ndikudzayimba“ bedeutet zum Beispiel „Ich werde singen.“. So kompliziert wie es aussieht, ist es allerdings nicht: Ich kann schon meine ersten kurzen Sätze bilden und ich genieße meine Zeiten mit Prisca. Das Lernen - und auch die Zeit darum, denn die Gespräche sind immer spannend und lustig. Man lernt schon dadurch einiges über die Kultur.

Tionana (Bis dann)!
Rahel