Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Wochen ist der Wasserpegel in den Flüssen der Provinz Attapeu im Süden von Laos bedrohlich gestiegen. Dienstagnacht (Ortszeit) ist aufgrund der Wassermassen bereits ein Damm eines Wasserkraftwerkes gebrochen. Sollte der Regen anhalten, müssen weitere Dämme Wasser ablassen, was katastrophale Folgen für die Bevölkerung haben könnte. Die Wassermassen des gebrochenen Damms haben viele Reisfelder überflutet und mehrere Dörfer komplett zerstört. Die Medien berichten von hunderten Vermissten und mehreren Toten.

 

Die Entwicklungshelfer Jonatan Müller und David Mallow von Christliche Fachkräfte International arbeiten von der Stadt Attapeu aus, die keine 40 km von den überschwemmten Gebieten entfernt ist. Auch hier droht der Fluss Sekong die Stadt zu überschwemmen. Die beiden Entwicklungshelfer arbeiten in Projekten der Dorfentwicklung und sind dafür auch in den betroffenen Dörfern unterwegs. Mittlerweile hat das Militär die Gegend abgesperrt, berichtet David Mallow. Die Bewohner werden evakuiert. Wir beten für die Menschen vor Ort und sind bereit zu helfen. Dafür sind wir in Kontakt mit den Entwicklungshelfern und Partnern von Hilfe für Brüder International.

 

Update 17.08.2018: Erneut gibt es starke Regenfälle in der Region um Attapeu. Der Fluss in Attapeu ist auf ein bedrohliches Level angestiegen. Zudem hat der Betreiber eines Damms angekündigt, Wasser abzulassen, um einen Dammbruch zu verhindern. Das zusätzliche Wasser und das damit verbundene Ansteigen des Wasserpegels im Fluss würde die Stadt Attapeu vermutlich unter Wasser setzen. Die Lage der Flüchtlinge aus den überschwemmten Gebieten ist schwierig: viele wohnen in Zelten, die dem Regen nur bedingt standhalten.

 

Update 31.07.2018: Unsere Entwicklungshelfer haben mit Überlebenden aus den Gebieten gesprochen und schreckliche Schicksale gehört. Die Menschen erzählen, wie ihre Kinder beinahe ertrunken wären, wie sie Angehörige verloren haben oder wie alle Existenzgrundlage zerstört ist. Die Felder sind überschwemmt, die Tiere ertrunken. Der Wiederaufbau der Region wird wohl mehrere Jahre dauern.

 

Update 26.07.2018: Das Wasser geht langsam zurück. An Durchkommen ist bisher noch nicht zu denken, da Straßen und Brücken zerstört sind.

 

Update 25.07.2018: Unser Partner SFE unterstützt die Betroffenen durch spontane Hilfe mit Decken und Mänteln.

 

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