Vielleicht erinnern Sie sich noch, vielleicht haben Sie es aber auch über der Fülle der Nachrichten schon wieder vergessen: Ungefähr 16.000 Menschen waren nach Rotkreuz-Angaben betroffen, als am 23. Juli in Südlaos ein Teil des Xe-Namnoy Staudammes zerbrach. Die Attapeu-Provinz wurde von einer gigantischen Flutwelle von fünf Milliarden Litern Wasser überschwemmt. Menschen werden immer noch vermisst – und zur selben Zeit liegen nun überall in der Region frei gespülte „UXO“: nicht explodierte Bomben und Minen aus dem Vietnamkrieg. Die Amerikaner warfen auf den Ho-Chi-Minh-Pfad 2,5 Millionen Tonnen Minen und Bomben ab, viele auch in der Attapeu-Provinz. Aber auch das ist heute alles längst vergessen. Wenn man nicht dort lebt …

Unsere beiden Kollegen beim französischschweizerischen Partner SFE, David Mallow und Jonatan Müller, waren allerdings mittendrin. Als die britische BBC direkt bei ihnen wegen eines Vor-Ort-Berichts anrief, wurde ihnen klar, dass eine Riesenkatastrophe geschehen sein musste. Mit ihrem Team erfahrener einheimischer Mitarbeiter fuhren sie in das verwüstete Gebiet, erreichten auf Umwegen von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer, verteilten Hilfsgüter und Essen. Und zeigten den betroffenen Menschen: „Ihr seid schwer getroffen – aber ihr seid nicht vergessen.“ Während die internationalen Elektrizitätskonzerne aus Südkorea und Thailand, die an dem Staudammprojekt mit Stromexporten Milliarden verdienen werden, lächerliche 500.000 Dollar Hilfe anbieten, gibt es Helfer, die dafür ihr eigenes Leben riskieren. Das führt freilich zu vielen Warum-Fragen in dem Land, in dem es Christen und Gemeinden sehr schwer haben. Wir sind dankbar, dass sich unsere beiden Kollegen in dieser Art und Weise gebrauchen lassen – und würden gerne noch mehr mutige Christen nach Südostasien entsenden. Es wird bestimmt unvergesslich!

 

Spende