Jetzt haben Sie in dieser Ausgabe der „CFI-Nachrichten“ bereits über Ausbildungsprogramme von Analphabeten und Handwerksschulen gelesen – Christliche Fachkräfte International ist aber auch im Bereich der universitären Ausbildung tätig. Allerdings auch da eher am Rande der Zivilisation. So zum Beispiel im Kongo: die „Université Shalom de Bunia“ (USB) liegt wirklich im „akademischen Niemandsland“, an der nordöstlichen Staatsgrenze im Dschungelgebiet. Bunia ist eine der am weitesten von der Landeshauptstadt Kinshasa entfernten Provinzhauptstädte. Lapidar heißt es bei Wikipedia: „Die territoriale Souveränität der Regierung ist insbesondere im Osten des Landes nicht mehr gegeben.“ Schnell kann man da den Anschluss an die Entwicklungen in der Hauptstadt verlieren. Doch über 100.000 Einwohner leben allein im Stadtgebiet Bunias. Über die Hälfte der Menschen ist unter 20 Jahre alt.

Die Leitung der USB ist froh, mit Martin einen innovativen Netzwerker vor Ort zu haben, der berät, mitgestaltet und ermutigt. Der dafür sorgt, dass junge Leute selbst im Internet recherchieren können – auch wenn er dafür schon einmal einen Laptop „hinter Gitter bringen“ muss. Der das Bibliothekssystem so einrichtet, dass Bücher online Probe gelesen werden können. Der die Datensicherung von Examensnoten und Studentenausweisen perfektioniert – denn man weiß nie, wann es „im Ostkongo wieder losgeht“ und wertvolle Verwaltungsdokumente durch Brandschatzung oder Plünderung für immer verloren gehen. Denn auch hier steht hinter jeder Immatrikulationsnummer ein Einzelschicksal. Das begeistert uns an Martin – dass er sich bei aller „Strukturiererei“ Zeit für den Einzelnen nimmt. Dass er mit jungen Männern Bibel liest, sich ihre Lebensfragen anhört und versucht, mit GOTTES Hilfe Antworten zu geben. Auch „ganz am Rand“ des Landes.

 

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