Vor fast 10 Jahren hat sich ein junger Mann bei uns gemeldet, der sich für Radioarbeit interessierte. Er wollte später Tontechnik studieren und dafür bei uns als Zivi Erfahrungen sammeln. Aus rechtlichen Gründen war klar, dass wir dafür eine anerkannte Partnerorganisation in Deutschland brauchen.

 

Als ich mich bei Co-Workers International informierte, erlebte ich vom ersten Kontakt an eine große Hilfsbereitschaft und Verständnis. Denn bei uns in Südtirol konnte durch Gottes wunderbare Führung eine UKW-Sendekette aufgebaut werden, die das Evangelium rund um die Uhr in einem Gebiet verbreitet, in dem es über Jahrhunderte hinweg noch keine evangelikale Missionsarbeit gab. Sogar im Großraum Innsbruck (Österreich) sowie im Tessin sind die Sendungen des ERF Südtirol zu empfangen. Eine großartige missionarische Möglichkeit, die inzwischen schon vielen Menschen geholfen hat, zum Glauben zu finden und im Glauben zu wachsen. Die größte Herausforderung, um diese Arbeit aufrechtzuerhalten besteht neben der Finanzierung darin, die richtigen Mitarbeiter zu bekommen, um die wachsende Arbeit zu bewältigen.

 

Jonas, unser erster Freiwilliger, war für unser Team eine wertvolle Verstärkung und konnte auch für seine berufliche Zukunft viele Erfahrungen sammeln. In der Jugendgruppe unserer Gemeinde hat er sogar seine jetzige Ehefrau gefunden. Momentan ist schon der 7. Freiwillige bei uns und wir freuen uns, dass ab Mitte August erstmalig eine Mitarbeiterin zu uns kommt.

 

Durch zielgerichtete Vorbereitungsgespräche und Seminare sind die Freiwilligen in der Regel sehr motiviert, ihre Begabungen in den Dienst der Missionsarbeit zu stellen. Wir erleben sie als lernwillig, hilfsbereit und einsatzfreudig. Sie sind nach einer kurzen Einarbeitung eine große Hilfe. Detlef, der den Studiobetrieb leitet, wüsste nicht, wie ohne diese Unterstützung Tag für Tag die Arbeit erledigt werden könnte. Durch den jährlichen Wechsel ist es auch immer wieder nötig ist, sich aufeinander einzustellen, Spannungen zu bewältigen und manchmal aus Fehlern zu lernen. Das ist für uns alle ein Prozess, der hilft, zu wachsen und zu reifen.

 

Wir freuen uns, dass sich diese jungen Menschen neben der Arbeit beim ERF auch in der Jugendgruppe und im Gottesdienst der Gemeinde engagieren. Das ist für uns eine echte Bereicherung! Auch nach Beendigung des Einsatzes sind freundschaftliche Beziehungen und Kontakte bestehen geblieben – nicht nur zu den Mitarbeitern selbst, sondern auch zu Angehörigen und Bekannten.

 

Für die Zusammenarbeit mit CFI-Freiwilligendienste sind wir von Herzen dankbar, denn sie hat sich für uns sehr bewährt. So freuen wir uns schon auf die zukünftigen Freiwilligen, die wir bei der Arbeit im Studio, aber auch als Gasteltern bei uns beherbergen dürfen.

 

Werner (Mitarbeiter beim ERF Südtirol und Ansprechpartner für unsere Freiwilligen)