Seit 8 Monaten sind Clara und Eunike als Freiwillige auf den Philippinen. Dort arbeiten sie als Assistenzlehrerinnen an einer einheimischen Schule. Wir haben ihnen verschiedene Fragen gestellt, um ihre bisherigen Erfahrungen, Lern- und Gottesmomente zusammenzufassen.

 

Was ist besonders an eurer Einsatzstelle?

Wir haben an unserer Einsatzstelle die Möglichkeit viele Freundschaften und Beziehungen zu Einheimischen aufzubauen und somit können wir ziemlich tief in die philippinische Kultur eintauchen.

 

Was habt ihr da schon Philippinisches erlebt?

Zum Beispiel die Teilnahme am 10-jährigen Jubiläum der Kirche, in die wir hier gehen. Hier durften wir die Begeisterung der Filipinos fürs Tanzen und Singen hautnah erleben. Wir würden uns beide nicht als Tänzer bezeichnen, aber wir durften lernen, dass Gott auch zu neuen Dingen befähigt und immer wieder Gaben und Talente in einen legt. Somit durften wir in fünf Gottesdiensten vor insgesamt über 1500 Besuchern tanzen. Vor allem das Jubiläum war eine Chance neue Beziehungen aufzubauen und schon vorhandene zu verstärken. Uns ist bewusst geworden, wie wichtig bei einem solchen Einsatz  Beziehungen und Freundschaften sind, denn nur durch die Menschen, die dort leben, kann man Kultur kennen und lieben lernen.

 

Hattet ihr auch Schwierigkeiten euch an die Kultur anzupassen?

Am Anfang  ist es immer herausfordernd in eine neue Kultur zu kommen. Alles ist anders als man es von Deutschland gewohnt ist und man steht oftmals mit vielen unbeantworteten Fragen am Beginn des Einsatzes.

 

Was hat euch geholfen mit diesen vielen Fragen und Unklarheiten umzugehen?

Gerade in dieser schwierigen Anfangszeit wurde uns aber noch mal viel mehr bewusst, dass Gott überall der Selbe ist. Er stattet uns mit viel Durchhaltevermögen aus und stellt uns die richtigen Leute zur Seite. Die Kirche hier vor Ort wurde wirklich wie eine Familie für uns und wir sind total dankbar dafür.

 

Was gefällt euch an der philippinischen Kultur?

Mittlerweile haben wir unseren Platz hier in der Kultur gefunden und so schätzen wir sehr die Geduld und die Hilfsbereitschaft der Filipinos, ihre Offenheit und vor allem ihre grundsätzliche positive Einstellung zu allen Lebenslagen. Gerade die Dankbarkeit in großen und in kleinen Dingen möchten wir nach Deutschland mitnehmen, da die unserer Meinung nach oft zu kurz kommt.

 

Vermisst ihr manchmal die deutsche Kultur?

Ja, manchmal heimische Dinge wie die deutsche Effizienz, die konstruktive Kritik, die einem gegeben wird oder die man geben darf und auch die deutsche Freiheit im alltäglichen Leben. So können wir als junge, europäische Frauen nicht mal kurz allein auf den Markt gehen, sondern sollten immer in philippinischer Begleitung sein und in der Dunkelheit sowieso nicht alleine unterwegs sein.

 

Warum macht ihr so einen Auslandseinsatz?

Ein solcher Einsatz ist eine Zeit, in der man an Herausforderungen wächst, neue Freundschaften schließt und Gott ganz neu erleben darf. Wichtig ist für uns die Anpassung der eigenen Lebensweise, um in der Kultur anzukommen und leben zu können. Auch wenn wir am Anfang damit zu kämpfen hatten, sehen wir es nun als wirkliche Horizonterweiterung, durch die man seine eigene Kultur und Lebensweise in einem anderen Licht sehen darf und die eigene Persönlichkeit und Prägung reflektieren kann.

 

Vor euch liegen noch etwa 6 Wochen als Freiwillige auf den Philippinen. Wie blickt ihr auf diese Zeit?

Wir sind gespannt, was Gott in unserem Einsatz in und durch uns hier auf den Philippinen bewirken will und freuen uns auf die kommende Zeit.

 

Danke für die Einblicke und Antworten auf unsere Fragen! Gottes Segen für euch und eure verbleibende Zeit!