Im Ostkongo verpassten mindestens zwei Generationen das gute Leben. Angriffe verschiedener Rebellengruppen, Übergriffe von Regierungssoldaten und Marodeuren haben viele Zukunftspläne zunichte gemacht. Die Gesundheitsversorgung liegt am Boden, der Staat regiert im fernen Kinshasa. Wir haben uns an den „stillen Dauerbürgerkrieg“ gewöhnt – genauso wie an die billigen Handys und Elektronikteile, die nur deshalb so billig sind, weil im Kongo Raubbau getrieben wird. Komisch – wir verpassen kaum eine WhatsApp-Nachricht, andere verpassen genau deshalb ihr ganzes Leben! Was wird GOTT im letzten Gericht dazu sagen? Die Eheleute Holmer wollen sich nicht damit abfinden. Nach einem ersten Einsatz im Kongo haben sie sich erneut berufen lassen, unter anderem an ein Kirchenkrankenhaus in Adi, um als Missionsmediziner den Menschen zu dienen. Hier kämpfen sie um Leben – wie das eines frühgeborenen Babys, das wegen der Malaria der Mutter mit 1050 Gramm zur Welt kam. Holmers grüßten zuletzt mit Jesaja 58,12: „Was seit langem in Trümmern liegt, baust du wieder auf, die Grundmauern vergangener Generationen stellst du wieder her. Man wird dich den Maurer nennen, der die Lücken schließt.“ Ja, manchmal sind Mediziner Bauhelfer für den großen Maurer, der auch im Kongo an SEINEM lebendigen Tempel baut!