Erst vor 150 Jahren wurde der riesige Mekong-Fluss geographisch erforscht. Heute bringt er wahrscheinlich mehr als 60 Millionen Menschen Nahrung, Trink- und Brauchwasser. Wenn er so weiterfließt: Im Frühjahr 2020 gingen die Pegel so stark zurück wie nie zuvor. Der große Nachbar China beeilte sich mitzuteilen, dass es mit seinen elf neuen Staudämmen nichts zu tun hätte, dass flussabwärts Fischbestände und Reisernten zurückgehen. Fakt ist: Der Mekong war immer umstritten. Die Franzosen brachten für „ihr“ Indochina bewaffnete Boote auf den Oberlauf gegen das britische Siam. Dafür wurde dann sogar eine Eisenbahn durch die „4.000 Inseln“ gebaut – die letzte Lokomotive kann man heute noch bewundern.

Übrigens eine deutsche „O & K“ aus Berlin. Heute aber ein „Lost place“, denn nach dem Straßenbau wurde diese nicht mehr gebraucht. Einheimische schraubten ab, was nicht genietet oder geschweißt war. „CFI“ hat auch schon eine lange „Wassergeschichte“ in Laos, und neben vielen Brunnen und Wasserfilter-Projekten sind es in der letzten Zeit ganze Leitungssysteme, die für Dörfer installiert wurden. Dabei spielte David Mallow eine wichtige Rolle, trainierte Einheimische im Bau der Wasseranlagen. Ein Dammbruch im Juli 2018 führte zu starken Überschwemmungen, auch hier konnte David mithelfen, „mit dem Wasser umzugehen“. Das übrigens kurz vor seiner Hochzeit mit Ruth, einer Arbeitskollegin bei unserer Partnerorganisation.

Ja, am Mekong wird Geschichte geschrieben. Auch Heilsgeschichte, denn trotz aller politischen Umstände und Herausforderungen wächst die Gemeinde CHRISTI in dem Land stetig weiter. China-Missionarin Anni von Wethern-Viebahn übersetzte in schweren Stunden: „Wie ein Strom von oben aus der Herrlichkeit fließt der Friede GOTTES durch das Land der Zeit.“ So wie der Mekong. Danke, wenn Sie für diese Arbeit beten.

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