„Albanien… dieses kleine, verrufene, stolze Land“ – so begann erst kürzlich ein Artikel in der ‚Frankfurter Allgemeinen‘. Es gibt viele „Bilder im Kopf“ von dem Land, das von Griechen und Römern, Byzantinern und Osmanen und im Zweiten Weltkrieg von den Italienern erniedrigt und ausgebeutet wurde. Bis dann Enver Hoxha die Sozialistische Republik ausrief und sich nach und nach von der Welt und sogar seinen kommunistischen „Freunden“ abschottete, das Land isolierte. Mindestens 168.000 Betonbunker ließ er bauen – sechs pro Quadratkilometer! Wer will da schon bleiben? Hunderttausende Albaner suchen ihr Glück irgendwo in Europa. Von „A“ wie Autohandel bis „Z“ wie Zuhälterei ist alles vertreten.

Wer geht da schon hin? – Wer macht sich schon selbst ein Bild von der Situation und bleibt dann, um zu helfen, um zu beraten, um … das Leben zu teilen? Elisabeth und Ullrich Drechsel-Häfele haben das gewagt – und viele neue Beziehungen aufgebaut. Ulli darf als „Mitausreisender Partner“ in dieser Weihnachtszeit sogar mit der Modelleisenbahn „spielen“ – denn der Modellbau ist eine gute Gelegenheit, damit sich junge Albaner aktiv mit der Schönheit und Diversität ihrer Heimat auseinandersetzen. Elli arbeitet mit tapferen jungen Frauen in verschiedenen Bildungsprojekten: Sie begleitet Lehrkräfte und coacht Projektleiterinnen wie Aida, die ein  Fremdsprachenzentrum für Schüler und Studenten plant. Oder Moza, die blinde Englischlehrerin, die einen lebhaften Neunjährigen allein erziehen muss. Und die kürzlich sagte: „Ich habe mich selbst und die Menschen gehasst, aber durch Jesus ist mein Herz sehend und mein Leben hell geworden. Durch die Liebe Jesu kann ich mich selbst und die Menschen lieben.“

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