Was Tatjana Dummler im letzten Jahr erlebt hat, könnte man durchaus als „Geronimos letzte Rache“ bezeichnen. Dabei geht es nicht um den berühmten Apachen-Häuptling, sondern eine US-Kommandoaktion 2011: „Geronimo“ war der Deckname für Osama bin Laden, der im pakistanischen Abbottabad von amerikanischen Elitesoldaten aufgespürt und umgebracht wurde. Weil das pakistanische Militär bei dieser Geheimdienstaktion der USA gegen den mutmaßlichen Chef von al-Quaida ziemlich blamiert wurde und ein pakistanischer Arzt mit einer listigen DNA-Probe einen entscheidenden Hinweis auf den Aufenthaltsort des Terroristen gab, gibt es in Pakistan großes Misstrauen – gegen westliche Ausländer sowieso, und wenn sie dann noch Mediziner sind – „wer weiß, was die hier machen.“

Und so kommt es, dass selbst Tatjana, die dringend benötigte Physiotherapeutin, die an einem renommierten Missionskrankenhaus ausbilden sollte, einfach kein Visum erhielt. Es wurde vertröstet und hingehalten, Hoffnungen gemacht – und so vergingen Monate. Wir haben Tatjana dafür bewundert, solch ein Jahr durchzuhalten. Statt sich über die Unsicherheit und das scheinbare Schweigen GOTTES zu beschweren, hat sie im christlichen Freizeitheim Zimmer geputzt und Zeit mit afghanischen Flüchtlingen verbracht: „Mit dem Blick auf den zukünftigen Platz, an dem ich GOTT zur Verfügung stehen darf, und in der Gewissheit SEINER Führung und Leitung“, wie sie einmal in einem Rundbrief schrieb.

Nachdem unser Partner in Pakistan nun die letzte Absage erhalten hat, wird Tatjana nun in den Niger ausreisen – um GOTT dort zu dienen. Der große Glaubensmann Oswald Chambers schrieb einst: „Bei Gebet geht es nicht um die Veränderung äußerlicher Dinge, sondern um das Bewirken von Wundern in der Haltung eines Menschen.“ Tatjana ist so eine Beterin.

Spende