Lassen wir Schwakes einfach selbst zu Wort kommen – in einem ihrer Rundbriefe aus dem tansanischen Iringa-Distrikt heißt es: „Nach wie vor sind die Begriffe ‚Behinderung‘ und ‚Rehabilitation‘ für die Bevölkerung fremd und unverständlich. Ein seit etwa drei Jahren querschnittsgelähmter 20-jähriger Mann sagte neulich: ‚Ich bin nicht behindert, ich habe nur eine Herausforderung.‘ Mit Behinderung werden oft nur angeborene Krankheiten bezeichnet und mit Verfluchungen oder Schuld in Zusammenhang gebracht. Das Wort ‚Rehab‘ wird eher bei Straßenarbeiten gebraucht als bei medizinischen Maßnahmen.“

Die Reha-Experten Maria und Hans Schwake kümmern sich in dieser Situation nicht nur um körperliche Nöte, korrigieren Fehlstellungen und vermitteln Operationen. Sie sehen das größere Bild: Gesellschaftliche Akzeptanz, Wertschätzung, Teilhaberechte. Und sie sehen die seelische Not der Menschen, die nicht nur mit ihrer körperlichen Einschränkung, sondern eben auch mit Verleugnung und Verachtung zu kämpfen haben. JESUS kümmerte sich um Aussätzige und „Außenseiter“ – das wollen auch Schwakes tun.

Am 3. Dezember wird es wieder einen „Internationalen Tag der Behinderten“ geben – und Schwakes werden gemeinsam mit anderen Heil- und Betreuungseinrichtungen das Motto herausgeben: „Seht auf meine Fähigkeiten und nicht meine Behinderung!“. Vielleicht wird auch das beliebte Lied gesungen: „Wer sagt, dass Menschen mit Behinderung Kranke sind? Kommt und seht.“ Kommen und sehen – das haben schon die ersten Jünger getan. Ab Januar 2019 kommt Verstärkung – die Kinderärztin Dr. Mirjam Triebel. Wir sind dankbar, dass zu CFI immer wieder Menschen kommen. Und sehen. Und bleiben. Und mitarbeiten.

 

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