Eigentlich hätte schon 2016 gewählt werden müssen – aber Präsident Joseph Kabila hält an seiner Macht fest. Nun sind für Weihnachten 2018 Wahlen versprochen worden. Aber ob sich der Machthaber wirklich aus dem Präsidentenpalast wählen lässt? Er selbst strebt eine dritte Amtszeit an – und wenn er dafür die Gesetze ändern muss. Mittendrin die Kirchen, die in dieser Situation versuchen, das Beste für die Bevölkerung zu ermöglichen. Die auch öffentlich für Gerechtigkeit eintreten. So haben die Bischöfe des Kongo kürzlich erklärt, Präsident Kabila solle „die Bevölkerung beruhigen und erklären, dass er nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren werde, damit Wahlen auf die beste Art und Weise durchgeführt werden können“.

In all diesem politischen Wirrwarr ist Susanne Mandalka unterwegs, um an kirchlichen Schulen Lehrer auszubilden. Im alltäglichen Chaos von Kinshasa lebt die junge Frau trotz Ausgangssperren und Unruhen – bewundernswert in aller Treue und Ausdauer. Die vor ihr liegende Aufgabe: an 632 (!) Schulen die Religionslehrer betreuen und mithelfen, ein neues Curriculum zu entwickeln. Denn in allem Durcheinander herrscht große Religionsfreiheit. Und viele Menschen dürsten in der Unsicherheit nach einem gerechten Herrscher, einem Friede-Fürst, EINEM, der das geknickte Rohr nicht abbricht (Jesaja 42,3) – den kaputten Kongo nicht aufgibt. Hier kann Susanne zusammen mit einem kleinen einheimischen Team mithelfen, der nächsten Generation gute Fundamente des Glaubens zu legen. In allen Herausforderungen weiß sie: „Zeigt sich Gottes Segen nur durch die Menge Geld, die wir am Ende jeden Monats auf unserem Konto sehen? Nein, Segen ist die Anwesenheit von GOTT, Schutz, Begleitung, SEIN Wohlwollen für unser Leben, SEINE Nähe und Frieden durch IHN.“ Manche Dinge kann man ganz bewusst erleben – wenn man keine andere Wahl hat.

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