Für Hilfe für Brüder International ist es gar nicht so einfach, den Menschen im Jemen zu helfen, da wir ja immer mit Christen zusammenarbeiten und einen missionarischen Ansatz verfolgen. Die Infrastruktur im Land ist durch den Krieg zusammengebrochen und es gibt wenige Christen. Dennoch ist es gelungen, Geschwister zu finden, die trotz der schwierigen Situation die große Not im Jemen lindern.

 

Sie berichten: „Bereits vor dem Krieg war der Jemen das ärmste Land im Mittleren Osten. Doch die seit über drei Jahren andauernden Kämpfe haben das Land an den Rand der schlimmsten Hungersnot seit 100 Jahren getrieben. Die Menschen haben kein sauberes Wasser. Viele Jemeniten wissen nicht, wann sie das nächste Mal etwas essen können. Alle zehn Minuten stirbt hier ein Kind an Unterernährung. Den Kindern, die noch leben, wird jede Kindheit geraubt. Es findet kaum Unterricht statt, da viele Schulen geschlossen sind und die Lehrer nicht bezahlt werden. Stattdessen spielen die Kinder in Häuserruinen und mit Waffen, die sie dort finden. Am Straßenrand kann man häufig Kinder sehen, die versuchen, gefährlichste Waffen zu verkaufen.

 

Inmitten des Leids und der Verzweiflung gehen wir auch in entlegene Gebiete, um die Not der Menschen zu lindern und Essenspakete zu verteilen. Und Menschen lernen so JESUS kennen: Eine Frau lebt mit ihrem kranken Mann und ihren Kindern in einem kleinen Dorf. Den ganzen Tag hatte die Familie noch nichts zu essen. Sie ahnen, dass es auch morgen nichts geben wird. Sie gehen hungrig zu Bett, doch in der Nacht erscheint der Frau ein Mann mit leuchtenden Kleidern und tröstet sie: „Hab keine Angst! Morgen wirst du Essen haben und du wirst nie wieder ohne Essen sein!“ Am nächsten Tag kommt tatsächlich einer unserer Mitarbeiter mit Essen zu genau diesem Haus. Als die Frau erzählt, was sie nachts erlebt hat, kann unser Kollege ihr den HERRN JESUS bezeugen.“

 

Wir wollen in all dem Leid im Jemen auf die Worte aus Psalm 12 vertrauen und hoffen, dass der HERR alle verzweifelten Schreie hört: „Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ICH jetzt aufstehen“, spricht der HERR, „ICH will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.“

 

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