Jeder Vierte im Libanon stammt aus Syrien. Viele Syrer, ein einst fortschrittliches und gebildetes Volk, sind seit fast einem halben Jahrzehnt auf der Flucht. – Wie geht es für sie weiter? – Eine Frage, die kaum zu beantworten ist, und doch…

…öffnet GOTT in seiner Gemeinde immer wieder neue Türen, die Mut machen und Hoffnung geben:


Eines der großen Herausforderungen stellt mittlerweile die Schulbildung der Flüchtlingskinder dar. Viele Flüchtlingskinder haben zwar die Möglichkeit, eine libanesische Schule zu besuchen, doch aufgrund ihres bürgerkriegsbedingten Bildungsrückstandes und einem hohen Lehrniveau im Libanon werden sie in niedrige, ihrem Alter nicht entsprechende Klassen eingestuft. Dabei verlieren die meisten ihre Motivation und jegliche Lernerfolge bleiben aus.


Eine 70 Mitglieder starke Nazarener-Gemeinde begann vor eineinhalb Jahren, syrische Kinder aus der Nachbarschaft nach libanesischem Curriculum in Arabisch, Englisch und Mathematik zu unterrichten. Inzwischen nehmen 60 Schüler im Alter zwischen vier und 13 Jahren dieses Angebot an. Der Unterricht findet Montags bis Freitags, jeweils von 8.00 bis 13.15 Uhr statt. Die Kinder werden im Gemeinde- und einem kleinen Nebenhaus unterrichtet, nach Klassenstufen getrennt. Ziel ist es, sie auf das Level der gleichaltrigen libanesischen Kinder zu bringen. Auch die Mütter der überwiegend muslimischen Kinder werden in die Gemeinde integriert: Einmal pro Wochen sind sie zu einer Bibelstunde eingeladen.


Das gesamte Programm stemmen insgesamt 4 Mitarbeiterinnen der Gemeinde im Rahmen des Vollzeitdienstes. Nur ca. 30-40% der syrischen Familien sind in der Lage, ein monatliches Schulgeld von umgerechnet 13 USD zu zahlen. Insofern ist die Gemeinde auf externe Unterstützung angewiesen. – Eine Arbeit, die wir mitfinanzieren! Vielen Dank an Sie alle, die die syrischen Flüchtlinge bereits bisher in Gebeten und Spenden begleitet haben.

 

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