Die einen mögen es, die anderen hassen es: hierzulande hat das Lied "Ich und mein Holz" die Nation "gespalten". Im ruandischen Rubengera bringt Holz junge Menschen aus der einst gespaltenen Nation wieder zusammen. An der "Rubengera Technical Secondary School" (RTSS) bekommen Begriffe wie "ich" und "mein" eine ganz neue Bedeutung. Denn jede bestandene Klausur in Technischer Mathematik, jedes Gesellenstück zeigt den jungen Männern und Frauen(!) in der Schule für Schreiner: „Du kannst etwas. Du bist etwas. GOTT hat Dich wunderbar gemacht und vielfältig begabt!“

 

Wenn man zurückblickt in die blutige Vergangenheit Ruandas, haben mangelnde Ressourcen, wenig Bildung und fehlender Selbstwert den damaligen Genozid geradezu befeuert. Deshalb ist das gemeinsame Lernen verbunden mit der individuellen Arbeitsleistung auch ein Friedensprojekt. Und damit auch ein Zeugnis für die "Rubengera-Diakonissen", die vom Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband aus Marburg in beeindruckender Weise unterstützt werden. Mittendrin nun Familie Manz, die auch manche Herausforderung erlebt: Was macht man, wenn Menschen bettelnd an die Haustür kommen? Wen soll Raphaela einlassen? Wer spielt mit den Kindern und verbindet damit auch manche Erwartung? – Das ist alles nicht so einfach in einem Land, in dem viele Menschen nicht einmal einen eigenen Platz zum Schlafen haben. Oft hungrig sind. Froh wären, die Essensreste bekommen zu dürfen. Und so brauchen Ruprecht und Raphaela Manz mit Jonas und Naemi Zeit zum "Ankommen", auch wenn sie schon längst da sind. "Ich" und "mein Habe" sind eben immer auch Verantwortung für die Armen. Und Fakt ist: die Reichen sind wir!

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