Zuerst einmal herzlichen Dank allen Betern und Spendern, die am Schicksal des Tenwek-Hospitals im kenianischen Bomet nach dem großen Brand Anteil genommen haben. Mittendrin im Geschehen sind Vaylanns mit ihren beiden Kindern. Vollgepackte Tagewerke bestimmen den Alltag im Operationssaal, der auf Englisch eben „Operation Theatre“ heißt – aber wo man im Unterschied zum Theater nicht weiß, welches Stück als nächstes gegeben wird. Auswahl gefällig? „Wir haben einem dreijährigen Mädchen ein Kilogramm Würmer aus dem Dünndarm geholt, einem anderen einen Nagel aus der Luftröhre, mussten nach einer Gehirnblutung einen Schädel öffnen und eine mit der Machete abgehackte Hand versorgen“ – so die OP-Liste aus einem einzigen Rundbrief, die zeigt, wie wichtig das Krankenhaus für viele Menschen ist. Denn dort werden Leben gerettet.
Aber Jens und Eva mit ihren Freunden rund um den Verein ACT-MED wollen noch mehr erreichen in ihrer Partnerschaft in Medizin, Ausbildung und Gemeindearbeit. So hat Eva neben den Aufgaben in der Familie, im Krankenhaus und in der örtlichen Gemeinde einiges an „Zukunftsmusik“ geplant: Ein akkreditiertes Weiterbildungsprogramm für Laboratoriums-Qualitätsmanager soll aufgebaut werden, an der Kenya Highlands University in Kericho soll ein neuer B. A.-Studiengang „Science and Health“ entstehen. Und für ein Forschungsprojekt über die Verbesserung der Laborqualität gab es sogar einen internationalen Preis und Fördergelder. In Afrika gibt es ein Sprichwort, wenn es um große Aufgaben geht: „Wie isst man einen Elefanten? – Wie alles andere: Scheibe für Scheibe“. So freuen wir uns mit Vaylanns über spannende Aufgaben sowie erfüllte, aber auch erfüllende Tagewerke. Und wie bei jedem „Elefantenessen“ gilt auch hier die Regel des Tischgebets: „Alles fang mit Beten an!“

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