Mein Name ist Elli Wahl, ich bin Agrarwissenschaftlerin und habe 2011 einen Einsatz mit Co-Workers International in Angola gemacht. Danach habe ich weiter im Master studiert und seit März 2017 arbeite ich als Beraterin für ländliche Entwicklung für Christliche Fachkräfte International in Gorongosa, Mosambik.

 

Ich will euch ein bisschen in Gottes Weglenkung in meinem Leben hineinnehmen. Ich habe Gott vor und in meinem Co-Workers Einsatz oft die Frage gestellt: „Wo möchtest du mich haben? In einem Entwicklungsland? Auf welchem Kontinent?“ Und eigentlich wollte ich Modedesignerin werden... Nur, nachdem ich mir kurz vor meinem Realschulsabschluss einige Berufskollegs und später auch Hochschulen angeschaut habe, hatte ich keinen Frieden über dieser Entscheidung. Daraufhin habe ich intensiv meinen himmlischen Vater um Rat gefragt und kurz vor dem Abi bin ich auf den Studiengang Agrarwissenschaften gestoßen, habe mich beworben und wurde genommen. Warum Agrarwissenschaften? Es hat sich sehr vielseitig angehört und in der Studiengangsbeschreibung stand man könne später auch im Ausland arbeiten. Das hat mich angesprochen. Gott hat mich soweit gebracht, dass ich bereit war dorthin zu gehen, wo er mich haben möchte.

 

Mein Studium der Agrarwissenschaften in Stuttgart-Hohenheim habe ich 2008 mit dem Hintergedanken angefangen mit meinem Beruf ins Ausland zu gehen. Mein Jahr mit Co-Workers International nach dem Bachelor war dann sozusagen die Probezeit. Während meines Einsatzes als Co-Workerin in Angola wurde mir durch viele Bibelverse bestätigt, dass mein Weg ins Ausland gehen wird. Wann? Wohin? Ich hatte keine Ahnung, aber ich habe auf Gott vertraut, dass er mich führen wird.

 

Ich bin ein zielorientierter Mensch und manchmal geht es mir zu langsam voran. Wenn ich zurück blicke hat Gott alles genau richtig geplant und geführt, wenn vielleicht auch nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber Gottes Timing ist perfekt. Nach meinem Einsatz mit Co-Workers ging es nämlich nicht gleich wieder ins Ausland, so wie ich zunächst angenommen hatte. Ich habe erst einmal meinen Master in Agrarwissenschaften für die Tropen und Subtropen an der Universität Hohenheim gemacht. Klar, mir ging es manchmal zu langsam, aber dabei ist mir nochmal klar geworden, dass es nicht wirklich wichtig ist, wo ich bin oder was ich tue, sondern dass ich das, was ich tue, zur Ehre Gottes tue und in allem dankbar bin. Gott zu vertrauen lohnt sich!

 

In meinem Einsatz in Angola habe ich unter anderem Portugiesisch gelernt und Marianne Holzmann, eine CFI-lerin, in einem Projekt in der ländlichen Entwicklung unterstützt. Mittlerweile sind wir beide CFI-Kolleginnen in Mosambik, beide als Beraterinnen für ländliche Entwicklung. Sprache und Kontinent sind auch gleich geblieben, wobei ich das nie als Voraussetzung hatte. Cool oder? Gott kann das, was wir schon gelernt haben zu seiner Ehre nutzen!

 

Seit fast einem Jahr arbeite ich nun mit der Kirche des Barmherzigen Samariters in Mosambik zusammen und will Gottes Liebe auch praktisch in die Dörfer im Zentrum Mosambiks, in der Provinz Sofala tragen. Mein Gebet ist, dass zum Trotz des Provinznamens Sofala (deutsch "nur Worte") es auch zu Taten kommt und Gott Herzen und Leben verändert.

 

Es war keine leichte Entscheidung mein Leben in Deutschland aufzugeben, Freunde und Familie zurückzulassen. Es mag nicht alles einfach sein, nein, manchmal ist es sehr schwer, aber Gott trägt! Gott versorgt mich in Mosambik indem er mir ganz treue Beter in Deutschland zur Seite stellt, Freunde, die mir Päckchen schicken, Leute, die mich finanziell unterstützen oder Menschen, die mich ermutigen. Außerdem stärkt er mich, wenn ich in seinem Wort lese. Gott trägt mich und beim ihm darf ich zur Ruhe kommen. Es ist schön zu sehen wie Gottes Liebe Menschen verändern kann und dafür lohnt es sich wirklich sein Kreuz auf sich zu nehmen. Und wie lenkt Gott deinen Weg?