Die meisten unserer Freiwilligen sind zum ersten Mal zu Weihnachten in einem anderen Land und weit weg von Familie, Freunden und gewohnten Traditionen zur Weihnachtszeit. Wir haben sie gefragt, was ihnen Besonderes aufgefallen ist und hier kommen ein paar Eindrücke aus aller Welt.

 

Elisabeth (Israel):

Hier fällt einem noch mal ganz neu auf, was einem eigentlich so wichtig ist an Weihnachten. Und die ganze Weihnachtsstimmung ist einfach anders, weil die gewohnte Umgebung und die ganzen Leute, mit denen man sonst diese Zeit verbracht hat nicht da sind.

Erst hier habe ich richtig gemerkt, wie wertvoll es ist die Lebensgeschichten anderer zu hören oder nachlesen zu können. Die Bewohner im Heim, aber auch die Mitarbeiter haben so viel zu erzählen. Aber nicht nur sie, sondern auch Leute von Zuhause. Man sollte nachfragen und zuhören bevor es zu spät ist.

 

Helena (Tansania):

Lichterketten, Weihnachtsbäume, Lebkuchenhäuser. Hier in Kibondo probieren wir, trotz sommerlichen Temperaturen, ein wenig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Das funktioniert zwar ganz gut beim gemeinsamen Weihnachtsliedersingen oder Ähnlichem, aber unsere Lebkuchenhäuser hatten eine Lebzeit von 1 Stunde, dann sind sie in sich zusammengefallen (vermutlich wegen der Luftfeuchtigkeit). Geschmeckt haben sie trotzdem :)

 

Johanna (Israel):

Hier gibt es etwas, was man in Deutschland nicht finden würde: eine "Weihnachtspalme" ;)

 

Jonathan (Niederlande):

Ich war echt überrascht als ich das gehört habe: Die Niederländer feiern Sinterklaas. Das ist so ähnlich wie unserer Nikolaus, nur dass er nicht aus der Türkei kommt sondern aus Spanien auf einem Boot. Er kommt dann mit seinen Helfern den so genannten Pieten und verteilt die Geschenke durch den Schornstein. Und eigentlich bekommen die Kinder auch an Sinterklaas, dem 5. Dezember, ihre Geschenke und nicht  wie wir am 24. Dezember. Obwohl wir Nachbarländer sind ist da doch die Tradition verschieden.

Aber auch diese Tradition ändert sich so mit den Jahren, sodass zum Beispiel viele auch den 24. mit Geschenken feiern. Denn eigentlich wird am 24. nur die Geburt von Jesus gefeiert und es gibt keine Geschenke.

 

Lukas (Israel):

Jeder will das „deutsche Weihnachtsfeeling“ erleben, deshalb gibt es jährlich den deutschen Weihnachtsmarkt in Jerusalem - auf dem Leute, die kein Deutsch sprechen, echte Außenseiter sind.

 

Simeon (Uganda):

Also bei uns in Uganda wollen sie die Kirche an Weihnachten mit Ballons schmücken, stell ich mir interessant vor.