Joys und Leahs Auslandseinsatz beginnt schon vor der Ausreise sehr abenteuerlich. Sie wollten ein Jahr als Freiwillige ein Sozialzentrum unterstützen. Erst wird wegen Corona die Reise auf September verschoben. Doch dann bekommen sie im September  ihr Visum nicht und es heißt wieder: Reise verschieben und Warten. In diesem Auf und Ab begegnet ihnen Gott auf Schritt und Tritt:

 

Wir waren natürlich beide echt traurig darüber, dass wir ohne Visum wieder nicht ausreisen konnten und auch unsere Gastfamilie war furchtbar enttäuscht. Aber Gott weiß ganz genau, warum das alles so passiert ist und es hat definitiv zu seinem Plan gehört. Und das wissen wir deshalb so genau, weil Gott uns das den gestrigen Tag über immer wieder deutlich gemacht hat.

 

Als ich auf dem Rückweg von der Botschaft die Stufen der S-Bahn hoch lief, hing dort ein lebensgroßes Plakat mit einem Bild von Jesus drauf und darüber stand: "Follow or Unfollow?" Und die Antwort ist natürlich: Follow! Always follow! :) Wenn er stehen bleibt, bleiben wir auch stehen. Und wenn er losgeht, dann gehen wir mit. Das ist es nämlich, was "folgen" bedeutet. Mir war so als ob Gott mir durch das Plakat sagt: "Gerade eben bist du stehen geblieben".

 

Dadurch, dass alles mit den Papieren so lange gedauert hat, bin ich erst 17 Uhr am Busbahnhof gewesen, wo mich dann ein Obdachloser angesprochen hat. Er ist wohl immer um diese Zeit dort. Mit ihm habe ich mich dann über sein Leben und über Jesus unterhalten. Am Ende des Gespräches konnte ich sogar für ihn beten, und er hat sich sehr darüber gefreut. Wenn ich das nächste mal nach Berlin gehe, um dann hoffentlich wirklich unsere Visa abzuholen, kann ich ihm ja - wenn Gott dafür sorgt, dass ich ihn wieder treffe - etwas mitbringen, was ihm zeigt, dass jemand an ihn gedacht hat. Und dafür hat es sich dann doch auf jeden Fall schon gelohnt! Nur mal angenommen, dieser Mann wird dadurch von Gottes Liebe so überwältigt, dass er sich für Jesus entscheidet - was sind denn dann schon drei kleine Wochen für ein gerettetes Leben???

 

 Danach hat Gott mich dann daran erinnert, wie oft ich anderen in letzter Zeit richtig selbstsicher erzählt habe, wann wir ausreisen werden. Er meinte dann so zu mir: "Nun zu euch, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen [und] [...] ein Jahr dort bleiben [...] Ihr wisst doch nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist denn euer Leben? Es ist nur ein Dampf, der für eine kurze Zeit sichtbar ist und dann verschwindet. Ihr solltet vielmehr sagen: "Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun." (Jakobus 4, 13 - 15 NBH) Jesus, wenn du es willst, dann gehen wir nach Israel. Hilf mir demütig zu bleiben. Und was machen wir jetzt in diesem zusätzlichen Monat?

 

Genau das was Leahs Oma ihr heute vorgelesen hat: "Werde ruhig vor dem Herrn, und warte gelassen auf sein Tun." (Psalm 37,7)

 

Anmerkung von Co-Workers International: Nach etwa einem Monat haben beide ihr Visum erhalten und sind nun tatsächlich schon in Israel. Gott ist nichts unmöglich!