Was haben Sie sich für Weihnachten 2019 vorgenommen? Die Familienbesuche besser zu planen? Weniger Zeit im Weihnachts-Stau zu verbringen? Geschenke bewusster auszuwählen? Und beim Essen – steht der Menüplan schon? Diese Jahr bestimmt ein wenig gesünder – und vor allem: nicht so viel wie in  den vergangenen Jahren, oder? Es gibt so viel, was man sich vornehmen kann.

 

Es gibt zu Weihnachten aber noch eine andere Ebene, wo man seine Vorhaben durchaus etwas planen könnte: wie soll eigentlich meine Begegnung mit meinem GOTT aussehen? Was ist denn diese „Weih-Nacht“ außer Familienfestessen und Geschenken? Ist sie auch Begegnung mit dem JESUS-Kind? Kommen Sie noch – wenn ich Sie das mal so direkt fragen darf – kommen Sie noch zum echten Staunen darüber, dass GOTT Mensch geworden ist? Oder ist das alles schon „fromme Routine“?

 

Um staunen zu können, muss man vielleicht einmal „die Bremse reinhauen“ in unseren geschäftigen Weihnachts-Stress. Muss man vielleicht mal zum Stehen kommen und still werden. Im alten Weihnachtsklassiker von Paul Gerhard „Ich steh an deiner Krippen hier“ aus einer Zeit, als es weder Amazon-Pakete noch verkaufsoffene Sonntage gab, heißt es in der letzten Strophe:

 

Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann, bleib’ ich anbetend stehen.

 

Ja, man muss anhalten. Das war offensichtlich schon immer so. Man muss anhalten – und innehalten. Einfach mal innerlich stehen bleiben. Und dem „Remmidemmi“ um uns herum standhalten, dass einen sofort weitertreiben will: Man könnte ja etwas verpassen! Das geht ja gar nicht: gerade zu Weihnachten! Dabei sollten wir vielleicht einfach mal – gar nicht gehen, sondern stehen. Stehen – und staunen. Und stille werden.

 

Vom amerikanischen Liedermacher Leonard Cohen, dem wir eines der ebenso missverstandenen wie wunderbaren musikalischen „Hallelujas“ zu verdanken haben, war kürzlich zu lesen, dass er an einem einsamen Weihnachtstag in sein Notizbuch schrieb: „Ich habe zu dem gebetet, um den es geht.“ Das möchte ich auch Ihnen wünschen: dass Sie in den bevorstehenden Advents- und Weihnachtstagen DEM begegnen, um DEN es an Weihnachten geht. JESUS CHRISTUS ist der Grund für das Christfest, für diese eine Weih-Nacht. Alles andere ist – so schön es sein mag – nur „Deko“! CHRIST, der Retter ist da: Halleluja! Und das – dieses „Halleluja!“ – darf dann nach einer guten Zeit der Stille auch gerne wieder laut gesungen werden: „Halleluja - CHRIST, der Retter ist da!“