Kathi und Talita haben beide einen Auslandseinsatz gemacht und sind ohne, dass sie davon etwas wussten, vor einiger Zeit zusammengezogen. Kathi war 2012/13 in Äthiopien und Talita 2017/18 in den Niederlanden. Das fanden wir spannend und haben mal bei ihnen nachgefragt, wie es dazu kam und ob das eine Rolle in ihrem WG-Leben spielt.

 

Wie kam es denn dazu, dass ihr beiden überhaupt zusammenwohnt?

Kathi: Über Kontakte kam ich an eine schöne Wohnung in Stuttgart, ideal für eine Zweier-WG. Einen Monat vor Einzugsdatum hatte ich trotz zahlreicher Ausschreibungen keine passende Mitbewohnerin gefunden, bis Talita sich meldete. Sie schrieb mir auf mein Gesuch hin und ich wusste direkt, dass das gut passen wird.

Talita: Wir haben uns dann kurz darauf getroffen und uns kennen gelernt. Eine Woche später saßen wir zusammen beim Vermieter und haben den Mietvertrag unterschrieben.

 

Wusstet ihr vorher voneinander, dass ihr schon mal einen Auslandseinsatz gemacht habt und sogar noch bei der gleichen Organisation?

Talita: Ich wusste es nicht von Kathi, sie hatte eine Ahnung bei mir. Beim ersten Kennenlernen haben wir das dann schnell aufgelöst und herausgefunden.

Kathi: Fun Fact am Rande: Während meines Masters in Münster habe ich ebenfalls mit einer ehemaligen Co-Workerin zusammengewohnt, sie hatte es damals sogar direkt in ihr Wohnungsgesuch reingeschrieben. Meine WG-Nachfolgerin dort ist ebenfalls wieder eine ehemalige Co-Workerin.

 

Was macht ihr beide momentan in Stuttgart?

Talita: Ich bin im Juli 2018 aus meinem Einsatz in Amsterdam zurückgekommen und hab dann im September meine Ausbildung zur Hotelfachfrau angefangen. Mittlerweile bin ich im 2. Lehrjahr und wohne dafür jetzt in Stuttgart.

Kathi: Ich bin aktuell Werksstudentin und schreibe währenddessen meine Masterarbeit.

 

Was an eurem Einsatz hat euch nachhaltig geprägt. Wo merkt ihr das jetzt noch bzw. im Alltag?

Talita: Auf jeden Fall den Blick für verschiedenen Kulturen und Nationen. Das Internationale ist auch sehr wichtig bei meiner Arbeit und da muss ich schon sagen, dass mich mein Einsatz da sehr geprägt hat. Andere Sprachen zu sprechen und auf Menschen offen zuzugehen, gehört mittlerweile zu meinem Alltag. Außerdem hat mich der Blick für verschiedene Menschen sehr geprägt: Menschen so zu sehen, wie Gott sie sieht.

 

Gibt es Dinge, die euch durch die „gemeinsame Einsatzerfahrung“ verbinden? Merkt ihr das auch im WG- Alltag – woran?

Kathi: Wir hatten von Tag eins an gemeinsame Bekannte. Auch gehen bei uns in der WG verschiedene ehemalige Co-Worker ein und aus, was sehr schön und verbindend ist. Darüber hinaus hatten wir doch sehr unterschiedliche Einsätze und meiner liegt schon sieben Jahre zurück.

 

Fühlt ihr euch als Glaubensgeschwister, weil ihr als Christen in einer WG wohnt?

Talita: Ja wir fühlen uns als Geschwister, weil wir uns durch und in unserem Glauben stärken und unterstützen können. Wir können zusammen beten, gemeinsam in Gottesdienst gehen und in schwierigen Zeiten zusammenstehen. Außerdem ist unsere Wohnung ein Ort, in dem Begegnungen stattfinden und Gott im Mittelpunkt steht.

 

Danke euch für den Einblick in euer Zusammenleben!