Zum zweiten Mal Neuland betritt in diesen Wochen Claudia Wahl tatsächlich – obwohl sie den Tschad nicht verlässt. Aber der Reihe nach: Noch im März 2020 staunte Claudia nach der Regenzeit darüber, wie vielfältig der Tschad ist.

In ihrem Rundbrief schrieb sie: „In wie vielen Ländern lebe ich eigentlich? Kaum zu glauben, wie viel Wasser überall, wie schön grün die Natur war. Allmählich nimmt das monotone, trockene Braun wieder überhand. Die Nomaden mit ihren riesigen Viehherden kommen in den Süden, es gibt wieder Kamele, die riesigen Wasserflächen verschwinden.“ Und Claudia reflektierte auch über sich selbst in all dem „neuen Alten“: „So kann ich immer wieder woanders leben, ohne umzuziehen: mal tropisch, mal trocken, mal fruchtbar, mal dürr – das ist ein bisschen geschummelt, ich weiß. Zu einem „neuen Land“ gehört mehr als nur ein Klimawechsel. Was macht Altes neu? Ich beschäftige mich viel mit Veränderungspotential und Veränderungswillen. Was braucht es, damit eingefahrene Strukturen verändert werden können und Neuland betreten werden kann? Wie kann Begeisterung für Neues geweckt werden? Neuland in mir?“

In den nachfolgenden Monaten wurde deutlich, dass im Krankenhaus von Koyom noch keine Zeit für so viel Neues ist. Abgestimmt mit dem Partner, betritt Claudia deshalb in diesen Wochen Neuland: am Krankenhaus „Guinebor 2“ nördlich der Hauptstadt. Hinter dem arabischen Namen stehen neues „Land“, neue Aufgaben, neue Menschen – neue Herausforderungen. Herzlichen Dank, wenn Sie Claudia bei ihren „ersten Schritten“ am „Krankenhaus Nr. 2“ mit uns im Gebet begleiten.

 

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