Wenige unserer Auslandskandidaten haben solch eine Achterbahn der Gefühle hinter sich wie Benjamin, der nun endlich in Dohuk in den kurdischen Autonomiegebieten des Nordirak angekommen ist.

Ein junger Mann, der hochmotiviert seinen Auslandseinsatz bereits zum Anfang des Jahres beginnen wollte, den Nahen Osten sogar von Fahrrad(!)-Touren kennt und mit viel Fleiß auch den im Kurdengebiet gesprochenen Dialekt gelernt hat… und in Deutschland schlicht und ergreifend in der Corona-Pandemie „stecken blieb“. Keine Ausreisemöglichkeiten, Weiterbildungsangebote stark eingeschränkt, für alternative Einsätze in Flüchtlingslagern mit jesidischen Flüchtlingen  gab es einfach kein grünes Licht von GOTT. Man kann sich da ja auch geistlich fragen: was ist Führung, was will Gott? Benjamin hielt dennoch an seiner Liebe zu dieser Volksgruppe fest, selbst als politische Gremien in Berlin Christliche Fachkräfte International ganz deutlich anzeigten, dass das im Frühsommer wahrscheinlich schon aus technischen Gründen nichts wird, weil es Straßensperren gibt, Konsulate eingeschränkt arbeiten und schlicht und ergreifend keine Flüge in die Regionalhauptstadt Erbil geben würde. Doch nun, Ende August, hat sich das Blatt gewendet, und wir freuen uns, dass Benjamin an seinem Einsatzort gut und gesund angekommen ist, wo er nun noch für eine 2-wöchige Quarantäne zu Hause bleiben muss. Ein Schnappschuss von der Corona-Teststation am Flughafen von Erbil hat er seinen Unterstützern im Rundbrief ebenso geschickt wie einen ersten abendlichen Ausblick von seiner Wohnung auf das zukünftige Wirkungsfeld.

Danke, wenn Sie mitbeten, dass Benjamin mit den einheimischen Christen zusammen für die jesidischen Flüchtlinge vor Ort gute Zukunftsperspektiven entwickeln kann. Sie ermutigen kann, ihre eigene Gesellschaft nach vielen Genoziden in den letzten Jahrzehnten neu aufzubauen und für ihr eigenes Land einzustehen, in dem sie als Minderheit leider oft gesellschaftlich wenig Würde und Respekt bekommen. Und wer weiß - vielleicht findet jemand durch den Dienst von Benjamin und den Christen vor Ort Würde und Heil in JESUS. Wer weiß? - ER weiß. Wir jedenfalls staunen zusammen mit Benjamin über GOTTES Wegführungen und wollen auch Ihnen Mut machen: Irgendwo zwischen Berufung, Beharrlichkeit und geduldigem Warten liegt auch das, was Gott für Ihr (!) Leben vorhat. Auch in diesem ver-rückten Jahr 2020. Finden Sie es heraus!