Christina Bensel stammt aus dem vogtländischen Netzschkau im Göltzschtal, das mundartlich fast so klingt wie ihr jetziger Aufenthaltsort im afrikanischen Uganda: „Netzschke“. Vom Geburtsort an der Saale bis zum letzten Wohnort in Rottenburg am Neckar lebte sie oft an Flüssen. Aber dass es in ihrem Leben eine Afrikazeit „über Wasser“ geben würde, ist eher GOTTES Führung als von eigener Hand geplant: im kanadischen Toronto lernte sie ihren Ehemann David kennen. Der Österreicher hatte nach einer Ausbildung zum Krisenmanager Wasserwirtschaft studiert und sich besonders mit generationengerechter und dezentraler Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern auseinandergesetzt. Nun sind die beiden mit ihren Töchtern an der Ndejje-Universität angekommen, wo David in nachhaltigem Gewässermanagement ausbildet. Vielerorts holen Kinder das Wasser von kilometerweit entfernten, oft schmutzigen Wasserlöchern. Werden sie auf dem langen Weg zurück von dem Wasser trinken, bevor es abgekocht ist? Was passiert, wenn an vielen Stellen schnellwachsende Eukalyptusbäume aufschießen, die zwar billiges Feuerholz bieten, aber aufgrund ihres Wasserkonsums den Grundwasserspiegel dauerhaft senken? Was passiert mit der Wasserqualität, wenn bei dem explosiven Bevölkerungswachstum „wilde“ Lehmgruben entstehen, um in Feldbrandziegeleien die dringend benötigten Baustoffe zu brennen? Viele Fragen, auf die David nicht nur mit Studenten der Ndejje-Universität Antworten findet. Auch mit Schulklassen geht er vor Ort an die Wasserstellen, um mit ihnen „über Wasser“ zu sprechen. Denn niemand in Uganda ist zu jung, um die wertvollen Ressourcen zu schonen, die eine nächste Generation sonst vielleicht schon schmerzlich vermissen wird. Danke an alle, die Bensels beim Ankommen in Uganda und in den Aufgaben dort mit Gebet und Gaben unterstützen.

 

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