Der Werbespruch von Opel ist genau 30 Jahre alt, und heute hört man oft, der Autohersteller aus Rüsselsheim habe auch schon bessere Zeiten gesehen. Im Südsudan wären die Menschen wahrscheinlich gerade froh, wenn sie wenigstens 30 Prozent der Lebensumstände von uns Deutschen haben dürften: 30 Prozent unseres täglichen Trinkwasserverbrauchs. 30 Prozent unseres Kalorienverzehrs. 30 Prozent unserer Wohnflächen. 30 Prozent unserer Friedenszeit. Aber sie haben es nicht – kriegsgebeutelt und ausgebeutet, mit Inlandsflüchtlingen und Auslandsmilitär ist der Südsudan unstet. Und unmenschlich. Das hat Simon Scherieble nicht davon abgehalten, dorthin zu gehen. Er unterstützt die IT-Umsetzung von Hilfsprojekten. Moskitonetze, Nahrungsmittel, Impfstoffe: Seine Servertechnik hilft mit, dass die Logistik passt und dass gerecht verteilt wird. Technik, die begeistert? Wohl kaum. Dauernd gibt es Stromausfälle, vieles ist tausendmal komplizierter als in Deutschland. Aber Simon bleibt vor Ort, auch wenn gerade politisch wieder alles wackelt im unsicheren Südsudan.

Fabian Freiburger ist nach der Jumiko ins Französisch-Training und heute unterwegs im Niger. Er kümmert sich bei einem christlichen Radio- und Fernsehsender um die Technik. Schult die einheimischen Kollegen in Aufnahme, Schnitt und Sendung. Technik, die begeistert? Nun ja, es kommt darauf an, was man daraus macht. Denn wenn die Aufnahmen mithelfen, im Niger Hörer geistlich zuzurüsten, Kindern neue Lieder beizubringen oder in entlegene Gemeinden Bibelauslegungen und gute Predigten zu senden – dann empfangen die Menschen den Heiligen Geist irgendwie doch „durch die Technik“. Dass Fabian da mitarbeitet, statt hier im Schwäbischen eine schöne Karriere in klimatisierten Studios zu machen – das begeistert hoffentlich auch Sie. Danke für alle Fürbitte für unsere „Stuttgarter Sechs“.

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