„Stell Dir vor, alle spielen Fußball – aber keiner nimmt Dich mit.“ Eine der Erfahrungen, die Nadja Niermann in Paraguay in den ersten Monaten gemacht hat: Die Schulklasse bricht zum Sportplatz auf, aber das behinderte Kind, das aus eigener Kraft nicht mitkommen kann, wird einfach vergessen. In Lateinamerika kann einem das Lachen vergehen, wenn man miterlebt, wie mit Menschen mit körperlichen Einschränkungen umgegangen wird. Der kirchliche Partner hat in den vergangenen 20 Jahren vieles erfolgreich aufgebaut, hat Schulen entwickelt bis hin zur Abiturklasse. Aber die Kultur des Schweigens und der Verachtung über „Behinderungen“ zu brechen, ist nicht leicht. Eine Generationenaufgabe, die aber irgendwann einmal angegangen werden muss. Nadja gibt sich voll hinein, investiert Kraft und Energie.

 

Man kann sich auszehren, irgendwann nur noch funktionieren. Oder sich wie Nadja von GOTT an diesen Platz gestellt sehen. Und wie die kleine Veruschka, die im Schulzentrum erst ihre Hausaufgaben beginnt, wenn sie das kleine Kreuz an Nadjas Armband festhalten darf, kann man sich am Kreuz festhalten − in dem Wissen, dass JESUS auf die Erde kam, um die sündhafte Verlorenheit, diese Halt-Losigkeit und Erbärmlichkeit mit SEINEM Kommen, mit SEINEM Sterben und SEINER Barmherzigkeit zu erlösen. Und Halt zu geben.

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