Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Einsatz der Eheleute Hiller in Luweero (Uganda): Die beiden haben Kleinunternehmer trainiert, Backöfen entwickelt und immer wieder auch Back-Unterricht gegeben, damit sich arme Familien etwas dazu verdienen können. Muffins wurden an Bushaltestellen verkauft, eine kleine Kooperative entstand. Sozusagen die erste „Bäcker-Innung“. Und manchmal wurden kunstvolle Hochzeitstorten mit farbenfrohem Zuckerguss kreiert. Von reichen Leuten bestellt, brachten sie den fleißigen Bauersfrauen richtig gutes Geld. Wenn nun Sachers aus dem Hohenlohischen in Luweero tätig sind, müsste es doch bei diesem verheißungsvollen Familiennamen mit den Torten erst richtig losgehen! Aber weit gefehlt: Barbara Sacher wird insbesondere EDV in den lokalen Schulen unterrichten. Die ugandische Regierung hat zwar aufgrund des massiven Landmangels und einer Jugendarbeitslosigkeit von rund 60 Prozent einen Lehrplan mit verstärktem Computerunterricht vorgegeben – aber wo Strom fehlt, gibt es keine funktionierenden Computer.

Die Diözese vor Ort hat 26 kirchliche Sekundar- und Berufsschulen mit insgesamt mehr als 10 000 Schülern: also genug „Kundschaft“ für Barbara. In acht Schulen davon gibt es zwar Computer, aber keine ausgebildeten Lehrer: eine Herausforderung, die richtigen Leute richtig auszubilden und die richtigen Akzente zu setzen. Daneben die geistliche Situation an den Schulen: Die extreme Jugendschwangerschaft kommt auch am ugandischen Nil nicht vom Klapperstorch. Und deshalb sollen nicht nur Bits und Bytes, sondern auch biblische Inhalte den jungen Leuten näher gebracht werden. Denn selbst im Computerzeitalter gibt es nichts Aktuelleres als das gute alte Wort GOTTES.

Spenden