Der Name des afrikanischen Einsatzortes von Ehepaar Lohmann klingt fast wie jener der chinesischen Stadt Yanji an der Grenze zu Nordkorea, wo Christliche Fachkräfte International 20 Jahre lang in die Universitätsausbildung junger Menschen investiert hat. Im „Haus der Begabungen“ im gambischen Tanji geht es dann aber eher um handwerkliche Fähigkeiten: Hier werden Lehrlinge unter anderem in Kfz-Technik, in Elektrik oder im Backen ausgebildet. Dass es dabei auch geistliche Impulse gibt, ist wie immer Grundvoraussetzung für den Einsatz von CFI. Doch damit enden dann schon die Gemeinsamkeiten mit anderen Projekten – denn Tanji ist für alle Teilhaber am Projekt Neuland: Da ist einerseits das Missionswerk „WEC“, das schon viele Jahre in Gambia tätig ist. Die Missionsgeschwister wollen sich aus der Leitung am „House of Skills“ zurückziehen. Das ist nicht so einfach, wenn man immer nur aufgebaut hat. Die einheimische Kirche hat das Projekt 2019 formal übernommen. Aber für sie ist die Verantwortung für solch einen Ausbildungsbetrieb etwas ganz Neues – zumal dieser ja mit viel europäischem Know-how und Lehrmaterial ausgestattet ist. Wie leitet man etwas, das es bis vor kurzem im Land gar nicht gab und womit man kaum Erfahrungen hat?

Zwischendrin unsere Lohmanns, die den Lehrlingen seit 2019 aus einer reichen Berufs-, Lebens- und Glaubenserfahrung viel Neues beibringen. Die aber auch Strukturen schaffen wollen, die für alle gut sind. Container mit Baumaterial, Werkstätten voller guter Werkzeuge sind da – aber das Ganze zu einer funktionierenden Berufsschule von „Anlasser bis Zimtschnecke“ umzubauen, erfordert Geduld, gute Kommunikation und interkulturelles „Fingerspitzengefühl“. Danke, wenn Sie darum mit uns beten.

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